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Läufe im Storch-Test |
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Diese Läufe werden dem gnadenlosen Storch-Test unterzogen (weitere Läufe folgen):
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Mein Zielsprint beim Würzburg-Marathon 2010 |
Ein Marathon mit vielen Kurven und einigen Wellen, vorbei an allen herausragenden Sehenswürdigkeiten der Barockstadt Würzburg. Die einzige lange Steigung befindet sich bei Km 14, hier benötigte ich für einen Kilometer 4:18 Minuten (zum Vergleich: mein Durchschnittstempo lag bei 3:52 Min/Km). Bei meinem Marathon 2010 war es recht windig, in den meisten anderen Jahren jedoch haben die Läufer mit der Hitze zu kämpfen, die durch die Lage verstärkt wird: Würzburg liegt in einem Tal, dort kann sich die Hitze wie in einem Kessel stauen. Sehr positiv ist mir die Organisation aufgefallen: Im Congresscenter gibt es alles auf einem Fleck, von der Startnummernausgabe über die Messe bis zu den Nudeln. Nach dem Marathon verpflegte ich mich erst auf der Fressmeile, bei der Massage musste ich nur wenige Minuten warten, anschließend Chiprückgabe, Urkundenausdruck, den Preis für den 2. Platz in der Altersklasse abgeholt – alles eine Sache von wenigen Minuten. Ebenfalls positiv: Die Siegerehrung der drei Gesamtbesten findet sofort im Anschluss an den Zieleinlauf statt, die drei Besten der Altersklassen können sich ihre Preise am Infoschalter abholen und müssen nicht stundenlang auf eine Siegerehrung warten.
Anfahrt: Der Würzburger Hauptbahnhof liegt ca. einen Kilometer von Start und Ziel am Congresscenter entfernt. Dort halten auch ICEs.
Strecke: Abwechslungsreich: Vor allem in der Innenstadt passiert das Läuferfeld einige Highlights, z. B. den Dom und die Alte Mainbrücke. Wer schon einmal Versailles besucht hat, wird ein Déja-vu erleben, wenn die Fassade der Würzburger Residenz vor ihm aufscheint. Weite Teile der Strecke führen jedoch durch langweilige Wohn- und Geschäftsstraßen. Besonders fies ist eine ca. ein Kilometer lange Schotterpassage am Mainufer (ca. Km 29) und ein paar Meter Kopfsteinpflaster bei Km 40. Wer nur einen Lauf durch eine schöne Stadt genießen will, kann sich getrost mit der Halbmarathonstrecke begnügen: Die zweite Marathonhälfte besteht aus unspektakulären Passagen am Main entlang; am Ende geht es über Strecken, die man schon auf der ersten Marathonhälfte gelaufen ist. Verpflegung: Bei der Nudelparty im Congresscenter am Vorabend des Laufes gibt es eine kleine Nudelportion im Plastikteller. Wem das nicht reicht, dem empfehle ich das Wirtshaus Lämmle am Marienplatz, nähe Marktplatz (Link). Der Salat Lämmle ist eine Riesenportion: Kartoffel- Blatt-, Gurken-, Krautsalat. Ich habe noch gebratene Champignons dazu bestellt. Auf der Strecke gibt es ab Km 10 alle 2,5 Km Verpflegungsstationen (davor bei Km 4 und 7) mit Wasser, Apfelschorle, Obst und am Ende auch Cola, Ultra-Buffer und Iso. Nach dem Marathon können sich die Läufer auf der lukullischen Fressmeile laben: Alle möglichen Obstsorten und Getränke (u. a. Weizenbier), Brezen, Joghurt, Kuchen. Schade, dass ich mir direkt nach dem Marathon noch nicht den Bauch vollschlagen kann. Stimmung: Immer wieder gibt es Stimmungsnester, Sambagruppen und Bands (v. a. in der Innenstadt), dann wieder einige einsamere Kilometer mit mehr oder weniger enthusiastischen Zuschauern. Besonders ruhig wird es Richtung Heidingsfeld (Km 27 – 33). Insgesamt ist mehr los als in Rom und Mallorca, mit Berlin und Bamberg kann es aber nicht mithalten.
Zeitmessung: Der bewährte ChampionChip.
Würzburg-Marathon 2010 - Bildergalerie Würzburg-Marathon - offizielle Seite
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Mitte Oktober, nach Ende der Urlaubssaison, lädt die Insel zum Marathon: Der Lauf eignet sich für Läufer, die auch zu dieser Jahreszeit noch bei wärmeren Temperaturen laufen wollen. Auf der Strecke warten keine fiesen Steigungen, dafür kann vom Meer eine steife Brise wehen und der glatte Belag in den engen Gassen von Palmas Altstadt ist immer für einen Ausrutscher gut. Der Veranstalter versucht, den Marathon zu einem launigen Event auszubauen: Auf der Pasta-Party legen berühmte DJ’s auf, die After-Race-Party steigt im Mega-Park und am Start tummeln sich die Spaßraketen: Achim Achilles, Dr. Hirschhausen, Jürgen Drews. Aber: Nicht nur Spaßläufer kommen auf ihre Kosten, auch leistungsorientierte Läufer finden Großteils zwar keine optimalen, aber gute Bedingungen vor, wenn sie erst einmal die Prominenz aus der ersten Startreihe überholt haben. Bei diesem Marathon werden auch die Balearen-Meisterschaften ausgetragen, vielleicht ein Grund dafür, warum der Bereich zwischen 2:30 Stunden und 2:45 Stunden gut besetzt ist (ich wurde 2009 mit einer 2:47 Sechzehnter). Anfahrt: Leider nur per Flugzeug möglich. Mit Air Berlin gibt’s Verbindungen ab Nürnberg und anderen deutschen Städten. Wer früh bucht, bekommt saftige Preisnachlässe. Vom Veranstalter TUI werden Marathonreisen zu diesem Event angeboten: Wenn man hier bucht, muss man sich um nichts mehr kümmern, allerdings dürften diese Reisen auch teurer sein als selbstgebuchte Flüge und Hotels.
Strecke: Start und Ziel befinden sich unterhalb der Kathedrale von Palma. Von dort aus geht es zunächst nach Westen Richtung Hafen, nach fünf Kilometern wird gewendet, so dass man nach zehn Kilometern wieder an der Kathedrale vorbeiläuft. Es folgen zehn turbulente Kilometer durch Palmas Innenstadt, ab Kilometer 20 teilen sich Marathon- und Halbmarathonläufer: Die einen biegen zum Ziel ab, die anderen nach Osten, Richtung Arenal, bei Kilometer 30 wendet man am Ballermann, von dort aus geht es am Strand entlang zurück zur Kathedrale. Die Strecke ist nicht einfach: Die Km 1 bis 10 und 20 bis 42 sind windanfällig, da sie nah am Meer entlangführen. Vor allem auf den letzten Kilometern kann das zum Problem werden, wenn die Kräfte schwinden und sich das Feld auseinandergezogen hat und man keine Gruppe mehr findet. Die Km 10 bis 20 durch Palmas Innenstadt sind kurvig, teilweise führt die Strecke durch enge Gassen. Dank der sie umgebenden hohen Häuser ist es hier zwar windstill, der Belag jedoch ist glatt; wenn es regnet, wird’s gefährlich. Mir zog es bei Kilometer 18,5 die Beine weg. Verpflegung: Wasser und Iso gibt’s reichlich, allerdings kein Cola. Stimmung: Einige Musik- und Sambagruppen sorgen für Stimmung, richtig viele Zuschauer stehen am Ballermann bei Kilometer 30 und im Ziel, dazwischen ist es größtenteils ruhig, wenn nicht ein Flugzeug landet, während man gerade am Flughafen vorbeiläuft. Zeitmessung: Die Zeitmessung erfolgt mit dem allseits bekannten ChampionChip, der mit den Schnürsenkeln am Schuh befestigt wird.
Mallorca-Marathon 2009 - Bildergalerie Mallorca Marathon - offizielle Seite
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Grandiose Stimmung und eine bilderbuchschöne Strecke durch das fränkische Rom. Da kann ich es verschmerzen, dass auf dieser Strecke keine gute Zeit möglich ist. Ich bin den Halbmarathon gelaufen, es werden jedoch auch Läufe über 10,9 und 4 Kilometer ausgetragen sowie Schüler- und Bambiniläufe. Anfahrt / Organisation: Mit dem Bayernticket kommt man gut per Zug von Nürnberg nach Bamberg, für Autofahrer gibt es etwas außerhalb der Stadt Parkmöglichkeiten. Von dort bringen Shuttlebusse die Läufer kostenlos samt Begleittross in die Innenstadt. Die Startunterlagen muss man bis 12 Uhr abholen, obwohl der Halbmarathon-Start erst um 15:30 Uhr ist. Wer meint, er kann sich um 14 Uhr noch seine Startnummer besorgen, hat Pech gehabt: Laut Bericht eines Augenzeugen wird um kurz nach 12 Uhr die Startnummernausgabe an der Wieland-Halle abgebaut. Auch die übrigen Einrichtungen verteilen sich über die Stadt: Umkleidekabine, Kleiderbeutelabgabe, Start, Ziel – alles befindet sich an verschiedenen Orten. Aber bis auf die Startnummernausgabe liegt alles im Innenstadtbereich und dank ausführlicher Beschilderung hat man keine Chance, sich zu verlaufen. Der Lauf findet in den ungeraden Jahren, also alle zwei Jahre statt, immer am ersten Sonntag im Mai. Die Anmeldung für die Läufe ist ab Oktober des vorhergehenden Jahres möglich. Hier sollte man sich dann auch schnell anmelden, denn die Läufe sind schnell ausgebucht.
Zwei größere Anstiege lauern auf der Halbmarathondistanz: Von Kilometer zwei bis fünf geht es hinauf zur Altenburg, Straße und Feldwege wechseln sich ab. Netto sind 150 Höhenmeter zu überwinden, brutto sind es jedoch mehr, da es zwischendurch, ca. bei Km 2 und 3,2, kurz bergab geht. Deshalb wird es erst auf den Kilometern 4 und 5 so richtig langsam. Mein Tipp für alle Läufer mit GPS-Uhren: Lasst euch die Höhenmeter auf dem Display anzeigen. So wisst ihr beim Aufstieg zur Altenburg, wie viel ihr noch vor euch habt. Die Altenburg erhebt sich auf 385 Metern über Null, der Start ist auf ca. 240 Meter. Wenn ihr also bei 300 Metern seid, wisst ihr, dass ihr noch 85 Höhenmeter vor euch habt. Der zweite Anstieg stellt sich bei Km 19 in den Weg: Es sind nur 35 Höhenmeter und es wird auch nicht besonders steil, aber nach 19 Km kann so etwas natürlich weh tun. Trotzdem sollte man nicht zu viel Angst haben vor diesem Anstieg. Augen zu und durch! Danach geht es bergab und man ist ruck zuck im Ziel. Aber nicht nur die 280 Höhenmeter machen den Lauf langsam, es sind auch die gefühlten zweihundert 90-Grad-Kurven und der Belag: Viel Pflaster und Schotter. Das Pflaster ist der Preis für die Strecke durch die Weltkulturerbe-Altstadt, Schotter liegt v. a. auf dem Flachstück am Ufer der Regnitz entlang. Auf der offiziellen Website www.weltkulturerbelauf.de gibt es detaillierte Informationen zu den Strecken inkl. Höhenprofil und Google Earth. Ich kenne Läufer, die sich vor dem Lauf überhaupt nicht über die Strecke informiert haben. Sie haben dann natürlich böse Überraschungen erlebt. Also: Vor dem Lauf auf jeden Fall einen Blick in die Streckenbeschreibung werfen! Man kann sich natürlich auch im Training schon ein wenig auf die Strecke vorbereiten: Ich habe in meine Dauerläufe ein paar Sprints den Berg hoch eingebaut. Bergablaufen trainierte ich nicht aus Angst, damit meine Patellasehne zu überfordern. In Bamberg rauschte ich natürlich trotzdem die Berge hinunter, das Ergebnis war ein heftiger Muskelkater. Ein weiterer Reiz an der Strecke ist natürlich das Weltkulturerbe: Michaelsberg, Altenburg, Mühlenviertel, Klein-Venedig, Sandstraße, Neue Residenz, Dom, Erzbischöfliches Palais, Altes Rathaus… Im Feld der langsameren Läufer kommt es v. a. beim Anstieg zur Altenburg an einigen Engstellen zu Staus.
Wasser gibt es auf der Strecke fast an jeder Ecke, für Erfrischung sorgen auch zahlreiche Garten- und Feuerwehrschläuche.
Würde Stimmung schneller machen, ich wäre in Bamberg Bestzeit gelaufen. Leider macht sie nicht schneller, aber es macht einfach mehr Spaß zu laufen. Man hat das Gefühl, dass ganz Bamberg an der Strecke steht, zum Schluss wird es an einigen Stellen eng, so dass ich unweigerlich an das Zuschauerspalier in Alpe d’Huez bei der Tour de France denken musste. 2003 lief ich den Berlin-Marathon. Dort herrscht sicher auch gute Stimmung, aber in Bamberg ist es lauter; gerade in den verwinkelten Gassen stehen hinter jeder Ecke Zuschauer und klatschen, pfeifen, trommeln, rufen. Weltkulturerbelauf Bamberg 2009 - Bildergalerie Weltkulturerbelauf Bamberg - offizielle Seite
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Veni, Vidi, Vici - Robert Storch beim Rom-Marathon 2006
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Ein schneller Marathon durch eine einzigartige Stadt. Für Läufer, die im Winter ungern trainieren, ist der Marathon nicht geeignet: Er findet Ende März statt. Dafür sind die Temperaturen in Rom zu dieser Jahreszeit meistens ideal. Bevor man in Rom antritt, sollte man sich über den ersten Rom-Marathon informieren, der im Jahr 44 v. Chr. ausgetragen wurde: Caesars Marathon Anfahrt: Am besten bucht man ein Hotel in der Nähe von Start und Ziel zwischen Kapitol und Forum. Wenn nicht, kann man mit der U-Bahn zur Station Colosseo fahren. Strecke: Hier einige der Sehenswürdigkeiten, an denen man vorbeihechelt: Circus Maximus, Petersdom, Augustus-Mausoleum, Piazza Navona, Trevi-Brunnen, Spanische Treppe, Basilica San Paolo. Allerdings muss man nach dem Petersdom 15 Km durch den Norden Roms laufen, teilweise auf einer Straße, bei der eine Seite für die Läufer reserviert ist und auf der anderen Seite die Autos im Stau stehen. Da hilft nur: Augen zu und durch. Außerdem stört das Kopfsteinpflaster am Corso. Start und Ziel befinden sich auf der Via dei Fori Imperiali, der Straße zwischen Kolosseum und Kapitol. Bei Km 42 umrunden die Läufer das Kolosseum - das ultimative Gladiatoren-Feeling! Verpflegung: Ich hatte nichts auszusetzen, es gab sogar Wasser aus Plastikflaschen, nicht nur aus Bechern, wo man die Hälfte verschüttet. Stimmung: Der Marathon ist nicht gerade ein Zuschauermagnet. Dennoch finden sich auf den Plätzen vor dem Trevi-Brunnen und der Spanischen Treppe oder auf der Piazza Navona Zuschauer ein – wahrscheinlich zum größten Teil Touristen. Vielleicht sind die Römer ein wenig genervt, neben den kirchlichen Feierlichkeiten und vielem mehr noch eine Großveranstaltung ertragen zu müssen, bei der noch dazu die halbe Stadt gesperrt wird. Immerhin: Kurz nach dem Start spielt auf der Piazza Venezia eine Polizeikapelle. Zeitmessung: Der Zeitmesschip war in die Startnummer eingeschweißt. Während des Laufs löste sich mein Chip aus der Folie. Ich war nicht der Einzige, dem dies passierte. Das war ein Problem in 2006, ich glaube nicht, dass dieses Problem in den Folgejahren noch einmal auftritt. Rom-Marathon 2006 - Bildergalerie |
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Robert Storch auf den letzten Höhenmetern des Nebelhorn-Berglaufs 2006
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Ich liebe diesen Lauf! Bei diesem vom TSV Oberstdorf veranstaltetem Berglauf sind natürlich nur Lauf-Freaks am Start. Man sollte einen Halbmarathon in 1:40 Stunden laufen können, bevor man diesen Berglauf in Angriff nimmt. Ein Vorteil: Die orthopädische Belastung ist beim Bergauflaufen geringer. Ich hatte am Tag danach keine schweren Beine und konnte eine Woche später einen Halbmarathon in Bestzeit laufen. Was macht man nach dem Lauf? In der Nähe der Talstation gibt es ein Kneippbecken, die kostspieligere Möglichkeit zum entspannen sind die Oberstdorfer Thermen. Oder man futtert lecker Pizza, Spagetti und Salate bei Primavera - dem Italiener gleich neben dem Bahnhof. Man kann sich seinen Rucksack mit der Seilbahn auf den Gipfel, also ins Ziel, schicken lassen. Diesen Service sollte man nutzen! Bei dem verregneten Lauf 2008 dachte ich: Bei dem Wetter bleibe ich sowieso nicht lange auf dem Gipfel, warum soll ich mir etwas hochschicken lassen? Ich war ja für den Lauf schon warm angezogen. Am Gipfel half jedoch auch mein langer Laufanzug nichts: Er war völlig durchnässt und das Geschlotter und Zähneklappern ging los. Aber auch wenn es in Oberstdorf warm und trocken ist, sollte man eine Jacke nach oben schicken lassen um dort oben noch die Aussicht zu genießen, jedenfalls dann, wenn das Nebelhorn einmal nicht seinem Namen alle Ehre macht. Anfahrt: Man kann per Bahn mit dem Bayern-Ticket nach Oberstdorf fahren. Von Nürnberg aus fährt am Samstag ein Regionalexpress direkt nach Oberstdorf, ansonsten muss man ein bis zwei Mal umsteigen. Strecke: Vom Marktplatz in Oberstdorf (800 Meter über dem Meeresspiegel) hinauf auf den Gipfel des Nebelhorns (2200 Meter). 1400 Höhenmeter auf 10,5 Km - das sagt schon alles. Noch dazu geht es nicht immer gleichmäßig bergauf. Der erste Km ist relativ flach, ein weiteres Flachstück rettet die Läufer nach der Seealpe bei Km 5. Ich brauche für die 10,5 Kilometer etwa so lange wie für einen Halbmarathon im Flachen. Die Kilometermarkierungen zählen nicht von vorne, sondern sie zeigen an, wieviel Kilometer es noch bis zum Ziel sind. Wundert euch also nicht, wenn ihr nach 1,5 Kilometer auf ein 9-Km-Schild trefft. Der Anstieg zur Seealpe ist gleichmäßig und anspruchsvoll, man ist froh, wenn die Seealpe erreicht ist und es einen Kilometer flach dahin geht. Doch danach kommt es knüppeldick: Für den steilsten Km hinauf zum Höfatsblick benötigte ich 10 Minuten, mit Puls 180. Wenn es der Läuferstolz zulässt, kann man hier auch gehen, damit ist man nicht unbedingt langsamer. Kurz nach Beginn des Anstiegs hinauf zum Höfatsblick steht das 4-Km-Schild. 2008 benötigte ich ab diesem Schild (also für die letzten vier Kilometer) eine Minute mehr als für die 6,5 Kilometer davor. Hat man die Bergstation Höfatsblick erreicht, ist das Gröbste überstanden. Die restlichen 200 Höhenmeter zum Gipfel sind relativ human, der Anstieg wird immer wieder von Flachstücken unterbrochen. Allerdings können hier Schneefelder lauern und auf den letzten Metern führt nur noch ein schmaler Naturweg hinauf zum Gipfel. Vom Nebelhorngipfel bringt die Läufer die Seilbahn hinunter ins Tal. Mit der Seilbahn gondelt man u. a. über das Skisprungstadion hinweg. Verpflegung: Drei Getränkestationen an der Seealpe, zwischen Seealpe und Höfatsblick und an der Station Höfatsblick. Da die Temperaturen dort oben deutlich nachgeben, ist die Verpflegung ausreichend. 2008 gab es bei nasskaltem Wetter heißen Tee. Stimmung: In Oberstdorf stehen Touristen und Einheimische am Streckenrand oder beobachten das Treiben von den Fensterbänken aus. Einige applaudieren, die anderen halten einen Fotoapparat im Anschlag. Im Anstieg trifft man Wanderer, an der Station Höfatsblick werden die Läufer von Seilbahnfahrern in den Endspurt geschickt. Ansonsten viele Kühe, die den Läufern jedoch nicht viel Aufmerksamkeit entgegenbringen. Nebelhorn-Berglauf 2006 - Bildergalerie Bild vom Nebelhorn-Berglauf 2008 |
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Robert Storch im Zielbereich des Altmühlseelaufs 2006 |
Ein traditionsreicher Landschaftslauf, der im Jahr 2010 bereits zum 25. Mal ausgetragen wurde; seit einigen Jahren wird der Halbmarathon ergänzt durch einen 7,4 Kilometer langen Jedermannslauf. Die langjährige Erfahrung merkt man sofort an der sehr routinierten Organisation des SV Unterwurmbach. Oft ist es Mitte Juli glutheiß, deshalb wird an einem Samstag erst um 18 Uhr gestartet. Außerdem wird man auf der Strecke durch Duschen und Wassernebler erfrischt. Die einzige „Durststrecke“ befindet sich am Ostufer des Altmühlsees: Hier befindet sich zwischen Km 8,5 und 12,5 keine Verpflegungsstation. Bei erträglichen Temperaturen ist das nicht weiter schlimm, aber bei Hitze können die vier Kilometer ziemlich lang werden. Also entweder bei Km 10,5 eine eigene Verpflegungsstation durch das private Betreuerteam einrichten oder bei der Verpflegungsstation bei Km 8,5 etwas mehr trinken. Noch ein Tipp zur Vorbereitung auf die Hitze: Einfach drei Tage vorher um 16 Uhr laufen, dann fühlt es sich um 18 Uhr gar nicht mehr so heiß an. Ein weiteres Problem kann der Wind sein. Rund um den Altmühlsee finden sich nur wenige Bäume und Büsche, so dass der Wind ungehindert über den Damm bläst. Anfahrt: Nächster Bahnhof ist Gunzenhausen. Autofahrer finden genügend Parkplätze vor dem Sportplatz des SV Unterwurmbach. Strecke: Flach, zum Großteil auf gesplittetem Untergrund, am Ende auch ein Stück Feldweg. Die ersten sechs Kilometer geht es durch das beschauliche Unterwurmbach, dann rauf auf den Damm zur 13 Kilometer langen Schleife um den Altmühlsee. Die letzten zwei Kilometer führen vom Damm hinab zum Sportplatz. Verpflegung: Alles, was der Läufer braucht an insgesamt sieben Verpflegungsstationen: Wasser, Iso, am Ende sogar Cola. Bei Hitze bekommen natürlich trotzdem viele Läufer Probleme. Also: Zwischendurch immer wieder ordentlich tanken! Im Ziel gibt’s reichlich Obst, im nebenan aufgebauten Festzelt kann man sich mit Bratwürsten, Braten und Nudeln den Bauch vollschlagen und sich die ein oder andere Maß genehmigen (zu ortsüblichen Preisen). Stimmung: An den Strandlokalen applaudieren die Gäste; und natürlich im Ziel, hie und da wird musiziert. Zwischendurch kann man ungestört die Natur genießen. Zeitmessung: Man bekommt ein Band um das Handgelenk, das man im Ziel gegen eine technische Vorrichtung halten muss.
Altmühlsee-Halbmarathon 2010 - Bildergalerie Altmühlseelauf - offizielle Seite
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Brombachsee-Marathon 2006 - Robert Storch überquert als Erster die Ziellinie
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Ausgezeichnete Getränkeversorgung! Man kann wählen zwischen Marathon und Halbmarathon, der Halbmarathon hat wesentlich mehr Teilnehmer. Leider gibt es auch eine Walking-"Konkurrenz". Anfahrt: Nach Pleinfeld fährt ein Regionalexpress. Von der Brombachseehalle aus, wo es die Startunterlagen gibt, bringen Shuttlebusse die Läufer zum Start auf dem Hauptdamm. Strecke: Ähnlich wie am Altmühlsee: Flach (bis auf einen giftigen, ca. 50 Meter langen Anstieg bei Km 39), zum Großteil gesplitteter Untergrund. Der Startschuss wird auf dem Hauptdamm abgefeuert. Danach geht es um den Großen Brombachsee, zwischendurch biegt man ein Mal zu einer Runde um den Igelsbachsee ab, zwei Mal wird der Kleine Brombachsee umrundet. Bei Km 39 geht es zum Endspurt hinauf nach Pleinfeld. Die schnellen Marathonläufer stoßen auf dem Damm zwischen Kleinem und Großem Brombachsee auf die Halbmarathonläufer, auf der zweiten Runde um den Kleinen Brombachsee müssen sie die langsameren Marathonläufer überrunden. Mich hat es mit der Zeit etwas genervt, aber es kam zu keinen nennenswerten Behinderungen. Am Ende trifft man dann noch auf die Walker. An den meisten Walkern kommt man problemlos vorbei, aber es gibt auch Walker-Gruppen, die den ganzen Weg versperren. Vor dem Start bringen Shuttle-Busse die Läufer von der Brombachhalle zum Start am Hauptdamm. Allerdings sollen 2008 die Shuttle-Busse für die Halbmarathonläufer etwas zu spät losgefahren sein, so dass einige zu spät zum Start kamen. Sein Gepäck kann man am Start abgeben und nach dem Lauf im Ziel abholen. Bei der Gepäckabholung kam es 2008 zu Wartezeiten von bis zu einer Stunde. Verpflegung: Ein Traum! Es gibt sogar Red Bull und alkoholfreies Weizen. Ich trinke das Zeug nicht, aber ich finde es cool, dass ich es trinken könnte... Stimmung: Am Brombachsee trifft man auf Sonntagsausflügler, vor allem an den Stränden. An einigen Verpflegungsstellen dröhnt ordentlich Musik aus den Boxen, außerdem trommelt eine Samba-Gruppe. Im Ziel auf dem Marktplatz in Pleinfeld gibt's dann ordentlich was auf’s Trommelfell. Brombachsee-Marathon 2006 - Bildergalerie Brombachsee-Marathon 2008 - Bildergalerie |
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Robert Storch biegt als Fünfter auf die Zielgerade des Metropolmarathons 2009 ein. |
Der Metropolmarathon soll eine Marathonserie in der Metropolregion Nürnberg / Fürth / Erlangen / Schwabach werden. Dabei soll der Marathon jedes Jahr in einer anderen Stadt stattfinden, bisher wurde er jedoch nur in Fürth ausgetragen: 2007 als Jahrtausendmarathon anlässlich der 1000-Jahr-Feier der Stadt, in den anschließenden Jahren dann als Metropolmarathon. Angeboten werden ein 10-Km-Lauf, ein Halbmarathon und ein Marathon. Gleichzeitig mit den 10-Km-Läufern gehen Walker auf die Strecke. Ich lief 2008 den Halbmarathon, 2009 den Marathon. Anfahrt: Mit Zug, U-Bahn oder Bus bis Fürth-Hauptbahnhof. Strecke: Wer denkt, es handelt sich hier um einen typischen Stadt-(Halb)marathon, liegt falsch! Der Halbmarathon führt fünf Kilometer durch den Stadtwald, der am besten zu laufende Streckenabschnitt, auch wenn es hier hügelig wird. Die Marathonstrecke läuft ebenfalls das ein oder andere Mal über das freie Feld, kurz vor dem Ziel werden die strapazierten Beine durch das Fürther Kopfsteinpflaster malträtiert. Insgesamt ein welliger und kurviger Kurs, nicht bestzeitentauglich. Start und Ziel befinden sich jedoch auf der Fürther Freiheit. Verpflegung: Beim Marathon kann man sich alle zwei Kilometer an Getränkestationen laben. Stimmung: Auf dem Großteil der Strecke geht es einsam zu. In den Dörfern werden hie und da Feste veranstaltet, die aber meistens nicht gut besucht sind. Im Ziel auf der Fürther Freiheit wird's laut, dort gibt es auch ein „Familienprogramm für Jung und Alt“. Mich schreckt so was eher ab, aber wem es gefällt… Eine Hüpfburg gibt’s auch! Zeitmessung: Per Chip. Metropolmarathon Fürth - offizielle Seite |
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Robert Storch beim Ansbacher Citylauf 2008: Am Ende sprang der 2. Platz heraus |
10 Km oder Halbmarathon durch die Residenzstadt. Veranstalter ist der Lauftreff Ansbach-Nord. Anfahrt: Mit dem Zug bis Ansbach. Vom Bahnhof aus ist man mit dem Fahrrad in fünf Minuten am Brückencenter. Autofahrer müssten am Brückencenter genügend Parkplätze finden. Man muss zunächst im Brückencenter die Startnummer holen, dort gibt es auch Umkleidekabinen und Schließfächer. Zum Start muss man über eine Brücke in die Innenstand laufen. Strecke: Der Lauf hat von allem etwas: Am Anfang eine Runde durch die Innenstadt, vorbei an der Residenz und vielen Zuschauern, dann raus in die Landschaft, durch kleine Dörfer und vorbei an mit Löwenzahnblüten übersäten Wiesen. Ein flacher Kurs auf Asphalt. Einzige fiese Stelle: Eine Unterführung bei Km 20. Danach führt eine lange, nicht enden wollende Zielgerade zum Brückencenter. Zwischendurch laufen die schnellen Halbmarathonläufer auf die 10-Km-Meute auf. Man muss ein paar Schlangenlinien laufen, jedoch gab es keine ernsthaften Behinderungen. Verpflegung: Passt! Stimmung: Nach dem Start bei der Runde durch die Fußgängerzone und im Ziel viele Zuschauer. Dazwischen schlüpfen Schafe in die Zuschauerrolle ("Määäh!"). Zeitmessung: Im Ziel wird die Startnummer gescannt. Deshalb nicht nach dem Ziel stehen bleiben, sondern durch den Korridor weiterlaufen bis zu dem Mann mit der Kelle in der Hand. |
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