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| Archiv | Das war 2010 Hier könnt ihr die Nachrichten aus dem Jahr 2010 nachlesen. Zu den aktuellen Nachrichten von Robert Storch: Aktuelles von Robert Storch.
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| 31.12.2010 | Säulen der Erde: Was kommt nach dem Höhepunkt? „Die Säulen der Erde“ besteht aus 18 Kapiteln. In den meisten Kapiteln lässt sich ein Höhepunkt identifizieren, also eine Szene mit der dramatischsten Handlung, die zumindest einen Teil der zuvor mühsam aufgebauten Spannung löst. (Die Rede ist hier von der mittelfristigen Spannungsebene, siehe meinen Beitrag vom 26.11.2010.) Und was geschieht nach dem Höhepunkt? Folgende Möglichkeiten:
Bei den Möglichkeiten 2, 3 und 4 fällt auf, dass die Szenen nach dem Höhepunkt zum vorhergehenden Höhepunkt kontrastieren: Ist auf dem Höhepunkt etwas Schreckliches passiert, folgt ein versöhnlicher Abschluss; haben dagegen auf dem Höhepunkt die „Guten“ einen Sieg davongetragen, wird sofort wieder Gefahr für die „Guten“ angedeutet. Das Stichwort lautet auch hier wieder einmal: Abwechslung (siehe meine Beiträge vom 9.11. und 11.11.).
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| 28.12.2010 | Die Markgräfin - von Sabine Weigand Endlich gibt's mal wieder meine Meinung zu einem Historischen Roman: Die Markgräfin - von Sabine Weigand
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| 21.12.2010 | Während alle Welt Weihnachtsgeschenke eingekauft hat, machte ich mal wieder die Langlaufloipen im Bayerischen Wald unsicher. Schnee war im Bayerischen Wald reichlich vorhanden, z. B. im Urwald rund um das Zwieslerwaldhaus: Zwieslerwaldhaus-Urwald Grenzüberschreitende Loipen: Zwieslerwaldhaus-Grenze Optimale Kneippanlagen: Zwieslerwaldhaus-Kneippanlage Verkehrsberuhigte Kreuzung: Kreuzung in Bayerisch-Eisenstein
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| 15.12.2010 |
Wie jeder andere Autor wird auch Ken Follett am Beginn seiner Arbeit zu den "Säulen der Erde" die Charaktere seiner Figuren entworfen haben. Zu den Hauptfiguren werden Lebensläufe geschrieben und es werden ihnen bestimmte Charakterzüge zugewiesen. Dabei genügt es jedoch nicht, nur jede Figur für sich zu betrachten, sie muss auch mit den anderen Figuren des Romans abgestimmt werden.
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| 12.12.2010 | Satzarten, Satzverbindung - ein Entscheidungsbaum In meinem Beitrag vom 11.09. führte ich aus, es gebe immer mehrere Arten, Sätze zu gliedern. Man kann Hauptsätze aneinanderreihen, Nebensätze bilden, Präpositionen, Partizipe und vieles anderes. Möglichkeiten bietet die Sprache genug. Es ist nicht schwierig, irgendeine Form zu finden, mit der ich meine Informationen transportieren kann. Das Schwierige und Zeitraubende ist, die passende Form zu finden. Als kleine Entscheidungshilfe habe ich diesen Entscheidungsbaum entworfen: Entscheidungsbaum Satzarten
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| 09.12.2010 | Die Verschnaufpause – nur scheinbar harmlos Selbst Filme wie Rambo und Terminator haben ruhige Szenen. Gleiches gilt für Bücher, ob Thriller oder Historischer Roman. Wenn es in jedem Kapitel für die Hauptfiguren um alles ginge, wenn in jedem Kapitel Protagonist und Antagonist hasserfüllt übereinander herfielen, dann würden die Leser das Buch schnell aus der Hand legen. Ein wenig Ruhe und Beschaulichkeit tut ab und an gut. Der darauffolgende, spannungsgeladene Höhepunkt wird dann umso intensiver wirken. Bedeutet das nun, dass der Autor zwischendurch einige Seiten mit belanglosem Gerede füllen muss? Nein! Auch diese Ruhepausen können bestimmten Zwecken dienen, zum Beispiel der eingehenden Charakterisierung einer Figur oder der Schilderung des Beziehungsgeflechts einer Gemeinschaft. Dies geschieht zum Beispiel in den Szenen, in denen Tom und Ellen mit ihren Kindern umherwandern, auf der Suche nach Arbeit und Essen. In dieser Gruppe gibt es Liebe (zwischen Tom und Ellen), Freundschaft (zwischen Jack und Martha), aber auch Spannungen, zum Beispiel als Alfred einem Zaunkönig den Hals umdreht, um Martha zu ärgern (mit dieser Aktion wird Alfred hervorragend charakterisiert!). Mit kleinen, im Moment noch unbedeutenden Streitereien wird die Saat ausgebracht für künftige große Konflikte. So beginnt zum Beispiel auf dieser Wanderschaft der neuen Familie die Abneigung zwischen Alfred und Jack, die schließlich in Hass und Feindschaft gipfelt, wenn es um alles geht (nämlich um Aliena). Weiteres Beispiel: Beim ersten Treffen von Philip mit der neuen Familie stichelt Ellen gegen den Mönch, und Philip ist diese Frau nicht ganz geheuer. Diese stille Abneigung gipfelt in der Besudelung der Regel des heiligen Benedikt durch Ellen. Noch ein Beispiel: Zu Beginn des Buches weist Philip als Leiter der Außenstelle St-John-in-the-Forest einen Mönch zurecht, der ständig Unruhe stiftet: Peter von Wareham. Dieser harmlos erscheinende Konflikt bereitet den Prozess gegen Philip am Ende des Buches vor: In diesem Prozess ist Peter von Wareham auf einmal der rachelüsterne Richter, der das Urteil zu fällen hat über den Angeklagten Philip. Aus dem alltäglichen Konflikt zwischen Chef und Untergebenem ist ein ernsthafter Konflikt geworden: Für Philip geht es um alles, was er in seinem Leben aufgebaut hat. Der Keim für diesen Konflikt wurde in einer Szene gelegt, die nach dem vorhergehenden Drama um Tom, dem Tod seiner Frau Agnes und dem Aussetzen seines Kindes als scheinbar harmlose Verschnaufpause daherkam.
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| 05.12.2010 | Die Erschaffung des genialen Jack Wie vermittelt man Genialität? Hier gilt das gleiche wie für alle anderen Charakterzüge: am besten durch Handlungen. Jack kann schon als Kind hervorragend zeichnen; später, als Lehrling, erschafft er wundervolle Skulpturen. Und wenn Tom ihm den Aufbau einer Kathedrale erklärt, versteht Jack ihn sofort, noch bevor Tom zu Ende gesprochen hat. Tom ist daraufhin etwas beleidigt, weil die Geheimnisse des Kathedralenbaus von einem Lehrling sofort durchschaut werden können. Doch Follett benutzt noch ein weiteres Mittel, um Jacks Genie herauszustreichen: Den Vergleich zwischen Tom und Jack: Tom ist über zehn lange Kapitel der große Oberabchecker in Sachen Kathedralenbau, dazu noch ein kunstfertiger Steinmetz; er hat sich diese Kenntnisse durch jahrzehntelange Erfahrung auf vielen Baustellen erworben. Und dann kommt der Lehrling Jack daher und meißelt Skulpturen, die Toms Fertigkeiten übertreffen. Diese Übertrumpfung des bisher überragenden Tom zeigt Jacks Genialität besser als alles andere. |
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| 02.12.2010 |
Am Anfang schuf Follett Tom Builder; Kingsbridge aber war wüst und wirr, Finsternis lag über dem Winterwald und Folletts Geist schwebte über dem Kloster. Follett sprach: Es erscheine Ellen. Und Ellen erschien. Follett sah, dass Ellen gut war. Follett vereinigte Ellen mit Tom und nannte die Beiden Mann und Frau. Sie liebten sich. Es wurde Abend und es wurde Morgen: der erste Tag. Dann sprach Follett: Eine neue Kathedrale entstehe mitten in Kingsbridge und versetze die Welt in Staunen. Follett setzte also die alte Kathedrale in Brand und ließ das Feuer verheerend wirken. So geschah es und Follett nannte die Ruine Baustelle. Es wurde Abend und es wurde Morgen: der zweite Tag. Dann sprach Follett: Das Talent der Baumeister sammle sich in einem Mann, damit das Genie sichtbar werde. So geschah es. Das Genie nannte Follett Jack. Follett sah, dass es gut war. Dann sprach Follett: Der erfahrene Tom Builder lehre Jack die Baukunst. Tom weihe Jack in jedes Geheimnis ein, alle Arten von Bauweisen, die wohlgeformt sind, und von Spitzbogen, die das Auge der Menschen erquicken. So geschah es. Jacks Wissen wuchs, alle Arten von Fenstern, die Helligkeit schaffen, alle Arten von Säulen, die das Gewölbe tragen mit ihren Schäften und Kapitellen. Follett sah, dass es gut war. Es wurde Abend und es wurde Morgen: der dritte Tag. Dann sprach Follett: Aliena soll in Kingsbridge einziehen, um Jacks Sinne zu verwirren. Sie soll ein Zeichen der Liebe sein und Jacks Tage und Jahre bestimmen; sie soll für Jack ein Licht am Himmelsgewölbe sein, das nur für ihn leuchtet. So geschah es. Follett machte die beiden Liebenden, Jack, der über die Baustelle herrscht, Aliena, die über die Grafschaft herrscht, auch ihre Kinder. Follett setzte die Liebenden an das Himmelsgewölbe, damit sie über den Roman hin leuchten, miteinander herrschen und sich niemals scheiden. Follett sah, dass es gut war. Es wurde Abend und es wurde Morgen: der vierte Tag. Dann sprach Follett: In Kingsbridge wimmle es von Bösewichtern und Todfeinde sollen ihre finsteren Pläne gegen die Kathedrale schmieden. Follett schuf alle Arten von boshaften Brüdern und niederträchtigen Bischöfen, von denen es in England wimmelt, und alle Arten von raffgierigen Adeligen. Follett sah, dass es gut war. Follett segnete sie und sprach: Seid fruchtbar und vermehrt euch und bevölkert die Umgebung von Kingsbridge und die raffgierigen Adeligen sollen sich in Shiring vermehren. Es wurde Abend und es wurde Morgen: der fünfte Tag. Dann sprach Follett: Jack vollende die Kathedrale, mit großem Portal, Türmen und bunten Glasfenstern. So geschah es. Jack machte ein großes Portal, Türme und alle Arten von Fenstern. Follett sah, dass es gut war. Dann sprach Follett: Lasst uns Mönche machen als unser Abbild, uns ähnlich. Sie sollen herrschen über die Kathedrale, über Kingsbridge, über das Bistum, über ganz England und über alle Menschen der Christenheit. Follett schuf also den Philip als sein Abbild; als Abbild Folletts schuf er ihn. Als Mönch schuf er ihn. Follett segnete ihn und Follett sprach zu ihm: Sei fruchtbar und vermehre dich, bevölkere Kingsbridge, unterwerfe es dir und herrsche über die Bauern von Kingsbridge, die Handwerker von Shiring und über alle Bewohner, die sich in der Grafschaft regen. Dann sprach Follett: Hiermit übergebe ich dir alle Baumeister auf der ganzen Erde, die Talent haben, und alle Handwerker mit kunstfertigen Händen. Dir sollen sie zum Ruhm verhelfen. Allen Mönchen, allen Baumeistern und allem, was sich auf der Baustelle regt, was Lebensatem in sich hat, gebe ich die Weinende Madonna zur Nahrung. So geschah es. Follett sah alles an, was er gemacht hatte: Es war sehr gut. Es wurde Abend und es wurde Morgen: der sechste Tag. So wurden die Säulen der Erde vollendet und ihr ganzes Gefüge. Mit dem siebten Tag vollendete Follett das Werk, das er geschaffen hatte, und er ruhte aus, nachdem er sein ganzes Werk vollbracht hatte. Und Follett segnete den siebten Tag und erklärte ihn für heilig; denn an ihm ruhte Follett, nachdem er das ganze Werk der Säulen der Erde vollendet hatte. Das ist die Entstehungsgeschichte von den Säulen der Erde, als sie erschaffen wurden. Zur Zeit, als Follett, der Herr, die Säulen der Erde machte, erschienen noch keine Historischen Romane und es standen keine Historischen Romane auf den Bestsellerlisten; denn die Verlage, der Herren des Buchhandels, hatten sie noch nicht auf die Buchhandlungen regnen lassen und es gab noch keinen Autor, der Historische Romane schrieb. Da formte Follett, der Herr, die Säulen der Erde aus simplen Buchstaben und blies spannende Kapitel zwischen die Buchdeckel, die Welt des Mittelalters stieg aus den Säulen der Erde auf und tränkte die Phantasie vieler Leser. So wurden die Säulen der Erde zu einem Welterfolg. Das Original: Die Bibel - Genesis, 1. Buch Mose
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| 26.11.2010 | Säulen der Erde: Die drei Ebenen der Spannung Spannung entsteht durch Fragen, deren Lösung der Leser unbedingt erfahren will. In den "Säulen der Erde" gibt es vier spannende Fragen, die über weite Teile des Romans tragen: 1. Was und wer stecken hinter der Hinrichtung im Prolog? Doch diese Fragen bilden nur die oberste Ebene der Spannung: Die langfristige Spannung. Die mittelfristige Spannungsebene entsteht durch Fragen, die über einen Zeitraum von 10 bis 100 Seiten tragen. Man könnte diese Fragen auch als Unterfragen zu den Fragen der ersten Ebene bezeichnen. Eine dieser Fragen entsteht beispielsweise durch die Inbesitznahme des Steinbruchs durch die Hamleighs. Die Ausbeutung dieses Steinbruchs war eigentlich für die Priorei vorgesehen, sie ist wichtig für den Bau der Kathedrale. Die Frage ist nun, was Philip unternimmt, um den Steinbruch zurückzugewinnen und ob er damit erfolgreich ist. Planung und Durchführung dieser Unternehmung nehmen den Leser nun für einige Seiten gefangen. Dies alles läuft unter der übergeordneten Frage: Wird die Kathedrale gebaut? Die Beantwortung dieser übergeordneten Frage geschieht durch das Überwinden vieler kleiner Hindernisse wie z. B. des Streits um den Steinbruch. Die kurzfristige Spannungsebene finden wir oft in den einzelnen Szenen, wiederum als Unterfragen zu den Fragen der zweiten Ebene. Im Prinzip gilt hier das Gleiche wie für die zweite Ebene: Das übergeordnete Ziel wird durch das Erreichen vieler kleiner Ziele erreicht. Ein gutes Beispiel hierfür ist die Suche von Aliena nach Jack. Auf der ersten Spannungsebene lautet die Frage: Werden Jack und Aliena glücklich? Nach Alienas Heirat mit Alfred und Jacks Flucht aus Kingsbridge steht es schlecht, doch dann macht sich Aliena auf die Suche nach Jack. Die Frage der zweiten Ebene lautet also: Findet Aliena Jack? Ihre Suche zieht sich über viele Szenen und führt sie durch Frankreich bis nach Spanien. In jeder dieser Szenen stellen sich Fragen der dritten Ebene. Oft geht es darum, ob Aliena eine Spur von Jack findet, dazu fragt sie zum Beispiel bei Dombaustellen nach. Findet sie eine Spur, ist sie wieder einen Schritt weiter. Aber nicht immer ist sie erfolgreich: Es gibt Rückschläge, ihre Suche steht ein paar Mal kurz vor dem Ende, zum Beispiel als ihr Sohn krank ist. Also: Nicht jedes Ziel der zweiten und dritten Spannungsebene wird erreicht. Es muss auch Rückschläge geben. Die Figuren suchen dann nach neuen Wegen, um die Ziele der ersten Spannungsebene zu erreichen, manchmal ändern sich diese Ziele innerhalb einer Szene. Das Ergebnis ist eine Geschichte voller Spannung und überraschenden Wendungen.
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| 11.11.2010 |
Säulen der Erde: Abwechslung II Abwechslung lässt sich aus unterschiedlichen Blickwinkeln betrachten, in den „Säulen der Erde“ kann man anhand der Figuren und der Handlungsstränge erkennen, wie sich die Schwerpunkte während des Buches verschieben; so wird für Abwechslung gesorgt. Abwechslung bei den Figuren:
Abwechslung bei den Handlungen: Im ersten Buch werden die Hauptfiguren eingeführt durch Handlungen, die mit den späteren Konflikten nur indirekt zu tun haben. Anschließend steht zunächst die Kathedrale im Vordergrund, unterbrochen von der Geschichte Alienas nach ihrer Flucht aus Earlcastle. Im vierten Buch wird der Kampf um die Kathedrale, der zu diesem Zeitpunkt entschieden scheint, von der Liebesgeschichte abgelöst, bis es in den letzten beiden Büchern wieder um die Kathedrale und die Grafschaft geht.
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| 09.11.2010 |
Säulen der Erde: Abwechslung – eine Notwendigkeit. „Die Säulen der Erde“ gliedert sich in insgesamt sechs Bücher. Um zu zeigen, wie der Roman aufgebaut ist und wie Follett für Abwechslung sorgt, will ich die Hauptinhalte dieser sechs Bücher kurz anreißen:
Den Inhalt der Bücher derart gerafft vor Augen, wird klar, dass die Abwechslung – sowohl im Hinblick auf die Figuren wie auch auf die Handlungen – ein Erfolgsgeheimnis der „Säulen der Erde“ ist. Wobei „Erfolgsgeheimnis“ vielleicht zu hoch gegriffen ist: Bei einem Buch von 1300 Seiten ist Abwechslung schlicht eine Notwendigkeit, damit der Leser nicht vor Langeweile wegschnarcht. In meinem nächsten Beitrag werde ich die Abwechslungen bei den Figuren und den Handlungssträngen ausführlicher beschreiben.
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| 06.11.2010 |
Säulen der Erde: Schauplätze nach dem Zeitsprung In den „Säulen der Erde“ vergehen zwischen dem zweiten und dritten Buch drei Jahre (es findet also ein Zeitsprung statt). Während dieser Zeit ist die Stadt Kingsbridge ebenso gewachsen wie die Kathedrale. Für den Autor stellt sich die Frage: Wie schildere ich diese Veränderungen meinen Lesern? Oder besser: Aus welcher Perspektive schildere ich sie? Wenn der Autor einen Bewohner von Kingsbridge wählt, der während der letzten drei Jahre jeden Tag in dieser Stadt lebte, so steht er vor einem Problem: Diese Figur hat die Stadt mit jedem Tag wachsen sehen, die rasante Entwicklung von Kingsbridge war für ihn Alltag. Es würde konstruiert wirken, wenn sich dieser Bewohner über die Entwicklung wundert. Besser ist es, Kingsbridge wird von einer Figur beschrieben, die wie der Leser drei Jahre lang die Stadt nicht betreten hat. Genau dies tut Follett in der vierten Szene des dritten Buchs, wenn er Kingsbridge aus der Sicht von William beschreiben lässt: Er wundert sich wie der Leser, was aus diesem trostlosen Nest geworden ist, indem er die prosperierende und wohlhabende Stadt der Gegenwart mit dem jämmerlichen Anblick vergleicht, den sie vor drei Jahren bot.
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| 03.11.2010 |
Säulen der Erde: Schauplätze – besser als im Film
Schauplatzbeschreibungen sind in unserer von Fernsehen und Kino beeinflussten Zeit besonders wichtig: Die meisten Leser sind es aus diesen Medien gewöhnt, die Schauplätze direkt vor der Linse zu haben. Aufgabe des Buchautors ist es deshalb, mit seinen Schauplatzbeschreibungen vor dem inneren Auge des Lesers Bilder entstehen zu lassen. Doch egal, wie sehr sich der Autor bemüht, den Schauplatz mit bild- und lebhaften Merkmalen zu schildern – an die Kameraeinstellungen heutiger Hollywoodstreifen kommt er nicht heran. Gleichwohl besitzt die Schauplatzschilderung im Roman einen Vorteil gegenüber dem Film: Die Möglichkeit, einen Schauplatz aus den Perspektiven mehrerer Figuren zu schildern. Jede Figur betrachtet einen Schauplatz anders, nimmt andere Eindrücke und Empfindungen auf. In den „Säulen der Erde“ wird dies bei der Schilderung von Earlscastle musterhaft vorexerziert: Diese Burg wird vor der Eroberung durch die Hamleighs geschildert aus den Perspektiven William, Tom und Jack. William betrachtet die Burg aus der Sicht eines Angreifers, er kundschaftet die Verteidigung aus und schmiedet dabei Angriffspläne. Tom schildert die Burg aus der Sicht eines Baumeisters, er interessiert sich in erster Linie für die baulichen Mängel. Von Jack erleben wir die Burg aus der Sicht eines Kindes, das sich vor allem für das Innenleben der Burg interessiert. Der Schauplatz wird also drei Mal geschildert, doch wegen der unterschiedlichen Perspektiven wird es nicht langweilig. Im Gegenteil: Die Beschreibung wäre zu langatmig, wollte man die Burg auf ein Mal komplett beschreiben – die Aufteilung auf drei Teile wirkt dem entgegen. Ein weiterer Vorteil der mehrmaligen Schauplatzbeschreibung: Die wichtigsten Merkmale der Burg können wiederholt werden, damit auch der oberflächliche Leser zumindest einen ungefähren Eindruck des Schauplatzes bekommt. Eine Besonderheit stellen Schauplatzbeschreibungen nach einem Zeitsprung dar. Davon mehr in einigen Tagen.
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| 31.10.2010 |
Der alltägliche Horror der deutschen Sprache
Der junge Mann. Ein junger Mann. Die obigen Beispielssätze belegen den alltäglichen Horror der deutschen Sprache: Die Nominalphrase besteht aus Artikel, Adjektiv, Substantiv. Weiterhin stimmen sie in Genus (Maskulin), Numerus (Singular) und Kasus (Nominativ) überein. Trotzdem wird das Adjektiv "jung" unterschiedlich dekliniert: Im ersten Satz schwach (junge), im ersten Satz stark (junger). Der Grund für die unterschiedliche Deklination liegt im Artikel: Der bestimmte Artikel im ersten Satz hat die starke Endung "-er", die das Genus anzeigt, der unbestimmte Artikel im zweiten Satz ist endungslos. Deshalb muss im zweiten Satz das Adjektiv stark dekliniert werden, also mit der Endung "-er", um auf diese Weise das Genus anzuzeigen. Im ersten Satz ist dies nicht nötig, da das Genus bereits mit dem Artikel angezeigt wurde. Wir, die wir Deutsch als Muttersprache gelernt haben, deklinieren aus dem Bauch heraus richtig, aber wer Deutsch als Fremdsprache lernt, beißt sich an diesem alltäglichen Horror die Zähne aus. Natürlich gibt es noch viele weitere
Fiesheiten, die die Benutzung der deutschen Sprache zur Hölle
werden lassen. Hier nur noch ein Beispiel:
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| 26.10.2010 |
Es gibt Handlungen, die von sich aus dramatisch sind: Tom mit seiner Familie im Hungerwinter, die Erstürmung von Earlcastle, die Schlacht von Lincoln … Wichtig ist hier nur noch, dass an diesen Handlungen Figuren teilnehmen, die der Leser kennt und mit denen er mitfiebert. Auf der anderen Seite gibt es Handlungen, die auf den ersten Blick weniger spannend erscheinen, zum Beispiel Philips diplomatische Mission zu Beginn, nachdem er durch seinen Bruder von der Verschwörung gegen König Stephan erfahren hat und dies dem Bischof mitteilen will. Natürlich: „Verschwörung“ klingt schon mal gefährlich. Aber die Bedrohung dadurch ist abstrakt. Also ist es Aufgabe des Autors, diese Bedrohung zu konkretisieren und die möglichen Folgen dieser Bedrohung in den grellsten Farben auszumalen. Im Fall von Philips diplomatischer Mission wird die Konkretisierung eingeleitet mit der Frage: Was ist, wenn der Bischof zu den Verschwörern gehört? Philip überlegt daraufhin, was in diesem Fall mit ihm passiert, hier ein paar Signalwörter dieses Szenarios: Folter, Folterinstrumente, Fegefeuer, Verlies, Martyrium. Spätestens jetzt weiß der letzte Leser, was für Philip auf dem Spiel steht – er hat die Gefahr konkret vor Augen, dadurch wird diese diplomatische Mission so spannend wie eine Schlacht. Am Ende stellt sich heraus, dass Philips Befürchtungen grundlos waren: Waleran, dem Erzdiakon des Bischofs, kommt die Nachricht Philips sogar gelegen. Das Horrorszenario löst sich in Luft auf. Es gibt weitere Horrorszenarien, die dieses Schicksal teilen: Als Aliena schwanger ist, malt sie sich aus, wie ihr Ehemann Alfred reagieren wird, wenn er ihre Schwangerschaft bemerkt: Bestimmt wird er schrecklich wütend, rastet aus, tritt das Kind schon im Mutterleib tot, er ist zu allem fähig … Als das Kind dann tatsächlich da ist, zieht Aliena einfach in das Haus ihres Bruders, Alfred tut ihr nichts. Es drängt sich die Frage auf: Was tut Follett, wenn tatsächlich einmal ein Horrorszenario vor der Tür steht? Antwort: Genau das Gegenteil. Es herrscht Friede, Freude, Eierkuchen. Niemand rechnet damit, dass bald etwas Schlimmes passiert. So zum Beispiel vor Williams erstem Überfall auf Kingsbridge: In Kingsbridge findet die Wollmesse statt, Philip und Aliena blicken ihr voller Optimismus entgegen, es locken große Gewinne und eine blühende Zukunft – bis William über sie kommt wie das Jüngste Gericht und sie beinahe alles verlieren. Der Leser wird genauso aus den Träumen gerissen wie Philip und Aliena. Fazit: Ein Autor sollte sich
öfter mal fragen, was alles schiefgehen kann. Die daraus
resultierenden Horrorszenarien lässt er dann entweder ohne
Vorwarnung eintreten oder eine Figur stellt sich dieses Szenario vor
– auf dass sich das ängstliche Bibbern der Figur auf die
Leser übertrage. |
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| 24.10.2010 |
Thomas Gottschalks Auftritt in den "Säulen der Erde" Als Kingsbridge wieder einmal versucht, die Kathedrale zu bauen, plant William einen zweiten Überfall auf die Stadt. Doch dieses Mal erfahren Philip und Jack vor dem Überfall von Williams Plan. Nun beginnt ein Wettlauf mit der Zeit: Sie müssen bis zu Williams Angriff eine Stadtmauer bauen. Dieses Kapitel hat
den gleichen Spannungsaufbau wie "Wetten dass?". Es fehlt nur Thomas
Gottschalk, der sagt: "Wetten dass es die Bewohner von Kingsbridge
schaffen, eine Stadtmauer zu errichten, bis William Hamleigh mit seinem
Heer eintrifft?" |
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| 22.10.2010 |
Anlässlich der Einweihung des Hopfengartenstegs zwischen Stein und Eibach fand ein 3-Brücken-Lauf über sieben Kilometer statt. Da die Strecke zum Teil über meine Trainingsstrecken führte, musste ich natürlich antreten. Ich spielte meinen Heimvorteil voll aus und gewann in wenig überragenden 26:47 Minuten. |
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| 20.10.2010 |
Säulen der Erde: Dramatik pur aus allen Einstellungen In den „Säulen der Erde“ geschehen regelmäßig überaus dramatische Ereignisse, an die sich viele Leser noch nach Monaten erinnern: Die Erstürmung von Earlcastle, die Schlacht von Lincoln, Williams Überfall auf Kingsbridge, der Einsturz der Kathedrale … All die eben genannten Beispiele haben eines gemeinsam: Sie werden aus mehreren Perspektiven geschildert. Die Schlacht von Lincoln beispielsweise wird aus den Perspektiven Philips und Williams geschildert. Philip steht auf dem Dach der Kathedrale: Er liefert die Vogelperspektive auf die Schlacht, während wir mit William mitten im Schlachtgetümmel stehen (also Nahaufnahme). Der Leser erhält so einen umfassenden Eindruck von der Schlacht. Darüber hinaus können durch den Wechsel der Perspektiven zusätzliche Spannungselemente eingebaut werden; gemeint ist der klassische Cliffhanger: Die Handlung der einen Erzählperspektive wird an einem spannenden Punkt unterbrochen, z. B. wenn die Perspektivfigur gerade in großer Gefahr schwebt. Es wird zur anderen Perspektivfigur gewechselt. So zum Beispiel beim Einsturz der Kathedrale: Die von Wehen geplagte Aliena schleppt sich während des Gottesdienstes in die Kathedrale, um Hilfe für die Geburt zu holen. Dann stürzt das Dach ein, sie wird getroffen, ihr wird schwarz vor Augen. Schnitt. Es geht weiter mit Philip: Während der Leser nicht weiß, ob Aliena überhaupt noch lebt, werden zunächst in einem Rückblick die Vorbereitungen auf den Gottesdienst beschrieben, anschließend der Einsturz des Daches aus Philips Sicht, bis am Ende des Kapitels Philip das Plärren eines Säuglings unter den Trümmern hört. Die Trümmer werden abgetragen, darunter finden sie Aliena mit dem Neugeborenen – ein glückliches Ende nach vielen Seiten Hoffen und Bangen. Im eben beschriebenen Beispiel habe ich nebenbei ein weiteres, fieses Detail genannt, mit dem der Leser noch mehr auf die Folter gespannt wird: Nach dem Perspektivwechsel setzt die Handlung nicht zu dem Zeitpunkt ein, an dem das vorige Kapitel endete, sondern sie setzt davor ein, es wird also in der Zeit zurückgesprungen. Damit wird die Auflösung der Frage aus dem vorigen Kapitel weiter verzögert. Dieses Mittel wendet Follett auch bei der Erstürmung von Earlcastle an: Jack und Ellen finden einen toten Wachposten. Der Leser fragt sich: Wer hat ihn umgebracht? Das nächste Kapitel beginnt damit, dass sich William im Wald vor der Burg versteckt. Dann erst reitet er zur Burg und tötet den Wachposten. Jetzt weiß der Leser: William hat den Wachposten umgebracht, den Ellen fand. Es ist kein Wunder, dass sich der Leser auch am Ende des Buches noch an die Erstürmung von Earlcastle zu Beginn des Romans erinnert: Das Ereignis an sich ist dramatisch, durch die Schilderung aus vielen Perspektiven wird es zusätzlich in die Länge gezogen und die ungelösten Fragen, das Hoffen und Bangen mit den Hauptfiguren steigern die Intensität zusätzlich.
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| 17.10.2010 |
Der Autor des Buches "Born to run", Christopher McDougall, wollte nur drei bis fünf Kilometer laufen. Doch selbst diese minimalen Distanzen verursachten immer wieder Verletzungen. Er konsultierte Ärzte. Er bekam Spritzen und den Rat, sich ein Fahrrad zu kaufen. McDougall wollte sich damit nicht zufriedengeben. Er hörte von den Tarahumara (Link zu Wikipedia-Artikel über Tarahumara), einem Indiovolk, das zurückgezogen in den Copper-Canyons in Mexiko lebt. Die Tarahumara sind bekannt dafür, gute Läufer auf der Ultralangdistanz zu sein. Er machte sich auf die Reise, traf einige der besten Tarahumara-Läufer und trug jede Menge Geschichten und Anekdoten zusammen. So zum Beispiel die der Tarahumara-Läufer, die beim Leadville-Ultramarathon antraten, der auf 3200 Metern Höhe startet, über mehrere Pässe führt und insgesamt 160 Kilometer lang ist. Vor dem Start in Leadville angekommen, gingen die Tarahumara erst einmal zum örtlichen Schrottplatz. Dort schnitten sie Gummi aus alten Reifen und schusterten sich damit ihre Schuhe. Beim Start stellten sie sich ans Ende des Läuferfeldes, der älteste Läufer von ihnen – 55 Jahre alt – trug ein Hemd mit rosa Blumenmuster. Sie trabten zunächst als Letzte hinterher – bis Kilometer 65. Dann hatten sie sich warm gelaufen, schalteten ein, zwei Gänge hoch und überholten einen Läufer nach dem anderen. Nach 160 Kilometern lief jener 55-Jährige mit dem Blumenmuster als Erster durchs Ziel – eine Stunde vor dem ersten Nicht-Tarahumara. Die Tarahumara traten danach noch ein zweites Mal in Leadville an, danach verschwanden sie wieder in den Canyons – bis Christopher McDougall sich auf den Weg machte. Mit Hilfe eines Mannes, der unter dem Namen Caballo Blanco (Weißes Pferd) bekannt ist, organisiert er einen 80-Km-Lauf in den Copper Canyons zwischen den Tarahumara und einigen starken US-Ultraläufern (u. a. Scott Jurek - Wikipedia-Link). Die Schilderung der Läufe in Leadville und des abschließenden Laufs bei den Tarahumara bilden so etwas wie das Gerüst dieses Buches. Spannung und Drama dieser Läufe werden von McDougall perfekt eingefangen – ebenso die daran beteiligten Läufer wie Ann Trason (Wikipedia-Link), Scott Jurek und Jenn Shelton (Wikipedia-Link). Diese Läufe sind jedoch bei weitem nicht die einzige Attraktion dieses Buches. Neben Lauflegenden wie Emil Zátopek bietet das Buch auch einen informativen Exkurs zum Thema Barfußlaufen (Nike kommt nicht gut weg), bis es sich schließlich der Frage zuwendet, die im Titel des Buches anklingt: Sind wir Menschen zum Laufen geboren? Um die Frage zu beantworten, wird die Evolution bemüht. So hat der Mensch zum Beispiel eine starke Pomuskulatur, die nur beim Laufen angestrengt wird. Dann ist da noch die verblüffende Erkenntnis, dass Menschen längere Schritte machen können als Pferde. Diese Beispiele legen die Vermutung nahe, dass wir tatsächlich Läufer sind, keine Spaziergänger oder Sesselfurzer; und dann gibt es noch die Jäger in Afrika, die ihre Beute (Antilopen) immer noch dadurch zur Strecke bringen, dass sie die Tiere zu Tode hetzen: Sie laufen ihnen so lange hinterher, bis sie zusammenbrechen. Eine derartige Jagd dauert drei bis fünf Stunden – genau die Zeit also, die heute die meisten Läufer für einen Marathon benötigen. Diese Jagdform dürfte vor der Erfindung von Pfeil und Bogen die beste Möglichkeit gewesen sein, an Fleisch zu kommen. Fazit: Ein Buch mit einer breiten Themenpalette und guter Abwechslung zwischen spannenden Läufen, informativen Exkursen und schrägen Typen. An der einen oder anderen Stelle hat McDougall vielleicht ein wenig übertrieben, aber die groben Fakten stimmen. Die Sprache ist oft nicht besonders elegant, aber es gibt keine Verständnisschwierigkeiten. Am Ende nimmt auch Christopher McDougall an jenem 80-Km-Lauf durch die Canyons teil. Zum Glück hat er sich kein Fahrrad gekauft. Hier gibt es einige Fotos zum Buch zu sehen: Fotos zu "Born to run" auf www.chrismcdougall.com Wie immer kann das Buch bei Amazon erworben werden:
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| 13.10.2010 |
Säulen der Erde: Eine Runde Mitgefühl für den Bösewicht
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| 10.10.2010 |
Kettenreaktion in München
Eine logistische Meisterleistung und ein Österreicher als ein Hauptredner der Kundgebung – das waren die Highlights der Anti-Atom-Demo am 9. Oktober in München. Aber der Reihe nach: Dass die Demonstration viele Menschen anzieht, wurde bereits auf der Zugfahrt deutlich: Ich konnte gerade noch einen Sitzplatz auf dem Boden ergattern. In München wurde zunächst eine logistische Meisterleistung vollbracht: Eine zehn Kilometer lange Menschenkette mitten durch die Stadt wurde geschlossen. Wir hatten uns vom Sammelpunkt Prinzregentenplatz auf den Weg zum Umweltministerium gemacht, bis uns ein Ordner zum Anhalten bat und wir somit unseren Platz in der Kette gefunden hatten. Hinter der Kette steckte natürlich auch ein Sinn: Durch sie wurden die Zentren der Atomlobby verbunden, im Einzelnen sind dies: CSU-Landesleitung, E-ON Hauptverwaltung, Technische Universität, bayerische Landesbank, bayerische Staatskanzlei, bayerisches Wirtschaftsministerium, bayerisches Umweltministerium. Womit sich die eben angeführten Institutionen ihren Platz an der Menschenkette verdient haben, könnt ihr hier nachlesen: Anti-Atom-Bayern Nach dem Auflösen der Kette pilgerten wir per U-Bahn zur Abschlusskundgebung am Odeonsplatz. Dort wartete bereits eine unüberschaubare Menschenmenge (lt. Schätzungen 50.000): Ich konnte nicht ausmachen, wo das Meer aus Fahnen und Transparenten endete. Die Fahnen von Parteien und Verbänden mischten sich mit Spruchbändern, die mal ernsthaft („Sicherheit ist nicht verhandelbar“), mal scherzhaft („Mit Abschalten war nicht euer Hirn gemeint“) Stellung bezogen. Mein persönliches Highlight war ein Doppelhalter mit Lisa Simpson, die eine Blume an den von einem Verbotsschild überlagerten Mr. Burns überreicht. Insgesamt also eine bunte Mischung. Unterbrochen von Musikgruppen, Kabarettisten und „Abschalten“-Sprechchören meldeten sich folgende Redner zu Wort (mit den „Abschalten“-Sprechchören waren die AKWs gemeint, nicht die Redner): Christian Ude (Oberbürgermeister von München) begrüßte die Demonstranten als die gesellschaftliche Mitte. Die Konservativen entfernen sich u. a. wegen der Atompolitik aus der gesellschaftlichen Mitte. Hubert Weiger sprach als Vorsitzender des Bund Naturschutz (der BN hat übrigens mehr Mitglieder als die CSU). Er zeigte sich erfreut über die zahlreichen jungen Menschen, die sich gegen die Atomkraft engagieren. Im kämpferischen Teil seiner Rede verglich er die Gier der Bänker mit der Gier der Stromkonzerne. Der Unterschied sei jedoch, dass man die Folgen der Gier der Bänker noch durch einen finanziellen Kraftakt reparieren konnte, die Gier der Stromkonzerne richtet im schlimmsten Fall irreparable Schäden an. Rudolf Anschober (Landesrat (auf deutsch Minister) für Umwelt im österreichischen Bundesland Oberösterreich): Als er die Verlängerung der AKW-Laufzeiten kritisierte, beschied ihm der bayerische Umweltminister Söder, er solle sich um seine eigenen Probleme kümmern. Dazu sagte Rudolf Anschober auf der Demonstration: „Genau deshalb bin ich heute hier.“ Kein Wunder: Das AKW Isar 1 ist nur 100 Kilometer entfernt von Linz, der Hauptstadt Oberösterreichs. Radioaktivität kennt keine Grenzen. Er zitierte aus einem Gutachten mehrerer deutscher und österreichischer Atomwissenschaftler, wonach Isar 1 grundlegende Sicherheitsanforderungen nicht erfülle. Die Mängel seien so massiv, dass sie auch durch nachträgliche Sanierungen nicht behoben werden könnten. In Österreich gab es übrigens ein AKW vom gleichen Bautyp wie Isar 1. Es war das sicherste AKW der Welt: Es wurde nie in Betrieb genommen. Österreich kommt bis heute ohne Atomkraftwerke aus. Anschließend formierte sich das größte Oppositionsbündnis, dass es jemals in Bayern gab: Vertreter von SPD, Grünen, Linken, Freien Wählern und ÖDP hielten jeweils kurze Reden von drei bis fünf Minuten. Hervorzuheben ist hier insbesondere die Teilnahme der Freien Wähler, war doch ihre Position zur Atomkraft vielen noch nicht bekannt. Ihr Redner, Michael Piazolo, führte aus, dass die Bundesregierung Politik mache für vier Stromkonzerne und gegen 80 Millionen Menschen. Von der CSU war natürlich niemand anwesend, aber vor allem in AKW-nahen Städten regt sich auch hier der Widerstand gegen die Laufzeitverlängerung: Die CSU-regierten Städte Landshut und Schweinfurt haben Resolutionen verabschiedet, die sich gegen die Laufzeitverlängerung aussprechen. Zurück nach Nürnberg ging es wieder mit dem Zug – dieses Mal Stehplatz.
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| 07.10.2010 |
Säulen der Erde: Spießer als Hauptfiguren
Ein Mönch hält sich an jedes Gelübde; er hüstelt verlegen, wenn er den Umhang eines Neugeborenen zurückschlägt und feststellt, dass es ein Junge ist. Insgesamt ein netter, drolliger Typ. Aber auf den ersten Blick auch ein Langweiler. Will ich wirklich von so jemandem lesen? Oder will ich von dem liebenden Familienvater lesen, der gut und strebsam ist im Beruf, höflich zu höherstehenden Personen? Wieder so ein netter Typ. Aber verspricht er eine spannende Geschichte? Säulen-der-Erde-Kenner werden es schon erraten haben: Mit dem Mönch spiele ich auf Philip an, der Familienvater ist Tom. Diese beiden Figuren sind am Anfang des Romans die Hauptsympathieträger und gleichzeitig Beweis dafür, dass man keine Superhelden oder Exzentriker braucht, um spannende Geschichten zu schreiben. Wie kann Follett nun mit diesen langweiligen Spießer-Typen eine spannende Geschichte entwickeln? Die Lösung ist bei Weitem nichts Neues, sie wurde auch vor Follett schon tausend Mal verwendet. Es ist das Thema: Gewöhnliche Typen werden außergewöhnlichen Prüfungen ausgesetzt und wachsen dabei über sich hinaus. Auch im Film begegnet uns dieses Schema oft: Zu Beginn wird eine glückliche Familie gezeigt, dann passiert etwas Schlimmes, was die Familie vor eine Zerreißprobe stellt: Entweder wird das Kind entführt oder der Vater wird von einer Kollegin der Belästigung beschuldigt oder … (bitte selbst ergänzen). Das Zauberwort ist auch hier wieder: Identifikation. Der Leser kann sich mit diesen gewöhnlichen Typen besser identifizieren als mit einem Superhelden oder einem Exzentriker. Er hat das Gefühl: Das könnte mir auch passieren! Sehen wir uns Philip genauer an: Zu Beginn leitet er eine Außenstelle des Klosters von Kingsbridge. Er hat diese Außenstelle innerhalb kurzer Zeit autark gemacht und ist glücklich damit. Die Mönche betrachtet er als seine Herde, in gewissem Sinn sind sie seine Familie. Er hat keine Ambitionen zu Höherem. Bis er zufällig kurz nach dem Tod des Priors nach Kingsbridge kommt. Doch selbst hier zögert er, als andere Mönche ihn drängen, für das Amt des Priors zu kandidieren. Schließlich lässt ihm seine Wut über die Missstände im Kloster keine andere Wahl: Er tritt an und wird zum Prior gewählt. Seine Prüfung besteht nun darin, das Kloster wieder auf Vordermann zu bringen und nebenbei noch eine Kathedrale zu bauen. Als wäre das nicht genug, muss er sich noch mit Bischof Waleran und den Hamleighs herumschlagen. Auch hier sucht und will er nicht den Konflikt, aber Philip, obwohl weniger mächtig als der Bischof und ohne Ritter wie die Hamleighs, geht diesen Konflikten nicht aus dem Weg, sondern kämpft mit all seiner Kraft für sein Kloster und die Kathedrale. All diese Prüfungen, an denen Philip wächst, machen aus diesem gewöhnlichen, beinahe langweiligen Menschen eine außergewöhnliche Figur, an die sich der Leser noch lange zurückerinnert.
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| 03.10.2010 |
Säulen der Erde: Charakterisierungen Ken Follett ist es in den "Säulen der Erde" gelungen, vielschichtige Figuren zu erschaffen: Von jeder Hauptfigur erfährt man den Lebensweg, die prägenden Ereignisse und die Charaktermerkmale. Bei diesen Merkmalen konzentriert sich Follett auf ein bis drei wesentliche Merkmale, die er im Lauf des Romans oft wiederholt, damit auch der trotteligste Leser sie mitbekommt. Aber wie bringt man diese Merkmale rüber? Einfaches Beispiel: Ein Merkmal von William ist seine Angst vor der Hölle. Um diese Information zu vermitteln, könnte man natürlich schreiben: "William hat Angst vor der Hölle." Viel anschaulicher ist es jedoch, ihn leichenblass werden zu lassen, wenn ihm jemand mit der Hölle droht. Charakterisierung einer Figur aus unterschiedlichen Perspektiven Ken Follett erzählt die Geschichte um die Kathedrale von Kingsbridge aus insgesamt fünf Erzählperspektiven: Tom, Philip, Jack, Aliena, William. Natürlich machen sich diese Figuren auch ihre Gedanken über die anderen Figuren. Dabei lässt es sich nicht vermeiden, dass zwei Figuren eine völlig verschiedene Meinung über eine dritte Figur haben. Zum Beispiel denken William und Jack völlig verschieden über Aliena: Während William im ersten Buch sie wegen der Zurückweisung, die er von ihr erfahren hat, hasst und gleichzeitig immer noch begehrt, bewundert Jack sie (er nennt sie "Prinzessin"). Der Leser ist nun aus zwei Gründen neugierig auf Aliena: Zum einen weiß der Leser wegen der unterschiedlichen Charakterisierungen nicht so recht, woran er mit ihr ist, zum anderen schildern William und Jack sie nur aus einer gewissen Distanz, sodass der Leser nicht ihre innersten Gedanken und Gefühle erfährt. Der Leser muss sich bis zum sechsten Kapitel gedulden: Hier kommt zum ersten Mal die Erzählperspektive Alienas zum Einsatz, ihre Gedanken und Gefühle werden intensiv geschildert. Danach weiß der Leser, woran er mit ihr ist. Ein weiteres Beispiel für sehr verschiedene Meinungen über eine Figur ist Alfred: Er hat keine eigene Erzählperspektive, also sieht ihn der Leser nur durch die Augen anderer Figuren. Als Erstes wird Alfred durch seinen Vater Tom charakterisiert. In Toms Augen ist Alfred zwar ein wenig dumm und desinteressiert am Bauhandwerk, aber eigentlich ein guter Junge. Die Vaterliebe blendet seine Sicht. Alfreds Brutalität tritt erst hervor, wenn Jack seine Erlebnisse mit Alfred erzählt, später folgt dann noch Aliena. Insgesamt sind die Charakterisierungen eine zusätzliche Spannungsebene: Der Leser fragt sich nicht nur, wie die Handlung weitergeht, sondern auch, wie sich die Figuren entwickeln.
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| 30.09.2010 |
Säulen der Erde: Überleitungen Zu Beginn von "Säulen der Erde" hatte Ken Follett ein Problem: In den ersten drei Kapiteln schildert er drei Handlungsstränge, die nur sehr wenig bis gar nichts miteinander zu tun haben und an denen jeweils unterschiedliche Hauptfiguren beteiligt sind: Erstes Kapitel: Tom mit seiner Familie im Hungerwinter. Zweites Kapitel: Philips Wahl zum Prior von Kingsbridge. Drittes Kapitel: William und seine Familie gegen Bartholomäus. Die Schwierigkeit ist nun, zwischen diesen Kapiteln Übergänge zu schaffen. Für die Verbindung zwischen erstem und zweitem Kapitel nimmt Follett Jonathan zu Hilfe, den erst einen Tag alten Sohn von Tom. Philips Bruder bringt ihn in Philips Kloster und Philip nimmt ihn auf. Neben der Verbindung zwischen den Kapiteln gelingt es Follett auf diese Art außerdem, sofort eine starke Bindung des Lesers zu Philip herzustellen: Die Tatsache, dass er einen Säugling in den Armen wiegt trotz des Protestes einiger Mönche, macht ihn dem Leser sofort sympathisch. Die emotionale Teilnahme des Lesers ist um so größer, weil es kein x-beliebiges Kind ist, im Gegenteil: Erst ein paar Seiten zuvor hat der Leser das Drama nach seiner Geburt miterlebt. Die Verbindung zwischen dem zweiten und dritten Kapitel ist weniger emotional, dafür wird mehr Spannung aufgebaut. Philip hat erfahren, dass Graf Bartholomäus einen Aufstand gegen den König plant. Philip weiht den Bischof ein, der wiederum die Hamleighs dazu anstacheln will, gegen Bartholomäus zu Felde zu ziehen. In der letzten Szene des zweiten Kapitels sieht Philip nun die Hamleighs in der Kirche und beschreibt die Familie aus seiner Sicht. Noch dazu weiß der Leser, warum die Hamleighs Bartholomäus abgrundtief hassen: Er hat eine bereits vereinbarte Hochzeit ihres Sohnes mit seiner Tochter abgesagt. Damit ist der Konflikt des dritten Kapitels mehr als nur angerissen, er ist emotional aufgeladen: Es geht nicht nur um Macht, es wird persönlich. Der Leser spürt, dass hier viel Sprengstoff schlummert und will dabei sein, wenn dieser Konflikt ausgetragen wird. Der Übergang ist perfekt, wenn in der ersten Szene des dritten Kapitels William, der Sohn der Hamleighs, genau den Gottesdienst schildert, der zum Ende des zweiten Kapitels zelebriert wird.
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| 28.09.2010 |
Die Areva-Karawane zieht weiter Allein auf den Niger will sich Areva nicht mehr verlassen. Sie ziehen weiter nach Zentralafrika: tagesschau.de: Durch Uranbergbau aus der Armut? Vermutlich verspricht Areva auch dort den Menschen Wohlstand durch ihre Minen. Es wird - wie im Niger - ein leeres Versprechen bleiben. Die einzigen Profiteure werden korrupte afrikanische Machthaber sein - und natürlich Areva. Die betroffenen Menschen hingegen werden nach einigen Jahren merken, dass sie genau so arm sind wie zuvor, mit dem Unterschied, dass jetzt auch noch ihre Heimat verseucht ist.
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| 26.09.2010 |
Interview mit Ken Follett Passend zu meiner derzeitigen Säulen-der-Erde-Analyse bin auf ein interessantes Interview mit Ken Follett auf Welt-Online gestoßen, in dem er u. a. die Ken-Follett-Formel verrät. Besonders gefallen hat mir auch seine Selbstbeschreibung: Dass ich keiner dieser aufgewühlten Blut-Schweiß-und-Tränen-Typen bin, die mit Genie und Wahnsinn ringen oder dauernd über irgendwelche Schreibblockaden jammern. Ich bin ein angenehm entspannter Handwerker, der seit mehr als 30 Jahren im Geschäft ist. Hier steht das gesamte Interview: Welt Online: Ken Folletts Formel fuer einen Bestseller
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| 23.09.2010 |
Ich bin auf einen Artikel zu Areva hingewiesen worden - Trikotsponsor des FCN und Atomkraftwerksbauer. In dem Artikel auf tagesschau.de geht es u. a. um die Einleitung von radioaktivem Abwasser in La Hague und um die Suche eines Endlagers in Frankreich (ja, nicht nur wir haben dieses Problem). Für ein Endlager kommt auch ein Ort in der Nähe zur deutschen Grenze in Frage: Frankreichs Zwischenlösung für strahlenden Abfall Ich habe den Artikel auch in meine Anti-Areva-Rubrik eingefügt. Mittlerweile ist eine große Anzahl von Areva-Schandtaten zusammegekommen: Alle Areva-Schandtaten
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| 22.09.2010 |
Säulen der Erde - die Analyse Teil 2: Wenn Sympathieträger brandschatzen Was haltet ihr von einem Vater, der sein eigenes Kind aussetzt? Oder von einem Jungen, der eine Kathedrale anzündet? Nicht viel? Gar nichts? Verbrecher, die weggesperrt gehören? Nun, in den "Säulen der Erde" geschieht genau dies: Ein Vater setzt sein Kind aus, ein Junge brandschatzt eine Kathedrale. Jedoch sind hier nicht die Bösewichte am Werk, sondern zwei Sympathieträger des Romans: Tom und Jack. Das Verblüffende ist: Sie sind nicht nur vor diesen Aktionen sympathisch, sie sind es danach immer noch. Wie hat Ken Follett es geschafft, dass seine Figuren auch nach diesen Taten noch sympathisch bleiben, dass der Leser weitherhin mit ihnen mitfiebert und ihnen nur das Beste wünscht? Ich habe vier Punkte ausgemacht, die das bewerkstelligen:
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| 19.09.2010 |
Endlich mal wieder richtig gelaufen Sonntag, 12. 09.: Radtour nach Bayreuth quer durch die Fränkisches Schweiz, geschätzt knappe 100 Km mit fiesen Steigungen. Montag: 20 lockere Kilometer. Dienstag: Nix. Mittwoch: 10-Km-Testlauf. Ich hatte bedenken, ob ich wegen des Trainingsrückstandes die Sarg-Grenze von 40 Minuten schaffen würde (das ist die Grenze, ab der ich einen Sarg bestellen müsste). Zum Glück habe ich diese Grenze mit 39:40 Minuten relativ souverän unterboten. Donnerstag: Beinkrafttraining. Freitag: Eine Stunde Fahrtspiel mit drei Bergsprints. Samstag: Oberkörperkrafttraining. Sonntag: 24 Kilometer lockerer Dauerlauf. Gesamt-Kilometer (incl. Ein- und Auslaufen): 70,6 Fazit: Obwohl von der Topform noch weit entfernt, bin ich froh, einfach mal wieder richtig gute Läufe hinter mich gebracht zu haben. Die nächsten Wochen werden wohl ungefähr so aussehen wie diese Woche.
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| 17.09.2010 |
Die Säulen der Erde: schwierige Frage - einfache Antwort Ich habe in den letzten Wochen zum zweiten Mal den erfolgreichsten(?) historischen Roman der Welt gelesen: die Säulen der Erde von Ken Follett (hier die Rezension nach meiner ersten Lektüre: Die Säulen der Erde - von Ken Follett). Dabei habe ich versucht, ein wenig den Aufbau dieses Romans nachzuvollziehen. Im Prolog wird ein junger Mann gehenkt. Bereits im Prolog wird deutlich, dass es bei der Verurteilung nicht mit rechten Dingen zuging, sprich: Der Verurteilte kommt zu Unrecht an den Galgen. Vier Figuren werden im Prolog besonders erwähnt: die drei Zeugen, die den Mann an den Galgen gebracht haben und ein junges, schwangeres Mädchen, für das der Verurteilte vor der Vollstreckung des Urteils sein letztes Lied singt. Von diesen vier Figuren treten drei im weiteren Verlauf des Romans auf (Ellen, Waleran, Percy Hamleigh). Trotzdem wird das Rätsel, warum der junge Mann sterben musste, erst fast 1300 Seiten später aufgelöst - am Ende des Romans. Hier drängt sich die Frage auf: Wie hat es der Autor geschafft, das Geheimnis so lange zu bewahren, ohne dabei unglaubwürdig zu werden? Die Antwort - wenn man sie erstmal gefunden hat - klingt einfach: Die drei oben genannten, im Prolog erwähnten Figuren spielen zwar eine wichtige Rolle im Roman, haben jedoch keine eigene Erzählperspektive. Hätten sie eine, müsste Follett das Geheimnis frühzeitig lüften, weil er dann die Gedanken, die diese Figuren beherrschen, preisgeben müsste - alles andere wäre unglaubwürdig. So aber bleibt dieses Geheimnis unausgesprochen, während des ganzen Romans wird es nur Stück für Stück aufgedeckt. Vor allem Jack, der Sohn des Mädchens aus dem Prolog, trägt zur Aufdeckung bei (er hat eine eigene Erzählperspektive): Mal verrät ihm seine Mutter, was sie weiß, dann trifft Jack auf die Verwandten seines Vaters in Frankreich - bis man ganz am Ende aus Walerans Mund endlich die ganze Wahrheit erfährt. Was hat Follett auf diese Weise erreicht?
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| 11.09.2010 |
Mit dem Laufen wollte es in den letzten Wochen nicht so recht klappen: Erst die Probleme mit dem Fuß, dann Hornhautentzündung und Fieber. Vom vielen Liegen während des Fiebers bekam ich dann noch Rückenschmerzen – zum Auswachsen. Im Augenblick bin ich wieder beschwerdefrei - heute bin ich endlich mal wieder 15 Kilometer gelaufen. An Läufen werde ich jedoch im Herbst nicht teilnehmen, denn das wäre nur mit Frust verbunden. Immerhin: Ich hatte in den letzten Wochen viel Zeit für meine Schreiberei. Ich nutzte sie für ein ausführliches Studium der deutschen Grammatik. Ich weiß, dass die meisten Leser diesen Satz schon nicht mehr lesen, weil sie spätestens beim Wort „Grammatik“ die Lektüre dieses Beitrags abgebrochen haben. Ich kann es ihnen nicht verdenken, denn von der Schule kennen wir Grammatik als ein Sammelsurium von Regeln und Verboten, die man sich in stundenlanger Paukerei einbläuen musste. Auch mich hat es einige Überwindung gekostet, den 1300 Seiten dicken Grammatik-Duden zur Hand zu nehmen, aber nach einiger Zeit machte mir das Studium des Grammatik-Schmökers sogar Spaß, denn ich merkte, dass ich mir der vielen Möglichkeiten der deutschen Sprache bewusst wurde. Da wären zum Beispiel die vielen verschiedenen Arten, mit denen man eine Information im Satz unterbringen kann: Adverb, Präposition, Partizipialkonstruktion, Apposition, Gerundivum, Nebensatz, Relativsatz … Hier ein Beispiel: Partizipialkonstruktion: Der ausgewechselte Spieler beschimpfte den Trainer. Relativsatz: Der Spieler, der ausgewechselt wurde, beschimpfte den Trainer. Zwei Hauptsätze: Der Trainer wechselte den Spieler aus und wurde von diesem beschimpft. Ein Haupt- und ein Nebensatz: Der Spieler beschimpfte den Trainer, denn dieser hatte ihn ausgewechselt. Apposition: Der Spieler, vom Trainer ausgewechselt, beschimpfte den Trainer. Präposition: Der vom Trainer ausgewechselte Spieler beschimpfte den Trainer. Natürlich muss sich der Schreiberling irgendwann für eine dieser Möglichkeiten entscheiden. Im angeführten Beispiel scheiden Apposition und Präposition aus, denn hier muss das Wort „Trainer“ wiederholt werden (mit der Präposition könnte man formulieren: Der vom Trainer ausgewechselt Spieler schimpfte. Hier wird dann allerdings nicht klar, dass es der Trainer ist, der beschimpft wird. Man könnte “Trainer” auch durch das Pronomen “ihn” ersetzen, allerdings wäre hier nicht 100%ig klar, dass damit der Trainer gemeint ist.). Bei den übrigen Möglichkeiten kommt es darauf an, was man betonen möchte: Bei der Partizipialkonstruktion, dem Relativsatz und der Nebensatzformulierung steht jeweils die Information im Vordergrund, dass der Spieler den Trainer beschimpft. Die Information der Auswechslung wird im Nebensatz oder im Partizip genannt, wird also weniger stark betont. Bei der Möglichkeit mit den zwei Hauptsätzen stehen die beiden Informationen „Auswechslung“ und „Beschimpfung“ gleichberechtigt nebeneinander. Hier muss also der Autor entscheiden, welchen Stellenwert er diesen Informationen beimisst. Ein weiteres Entscheidungskriterium ist die Abwechslung: Wenn die Sätze vor und nach dem Beispielsatz bereits vor Nebensätzen strotzen, wäre hier zur Abwechslung eine Partizipialkonstruktion angebracht. Aber schon kleine Umstellungen haben Auswirkung auf die Betonung. Beispiel: 1. Angela Merkel sagt, dass sie der Sicherheit von Atomkraftwerken höchste Priorität einräume. 2. Angela Merkel sagt, der Sicherheit von Atomkraftwerken räume sie höchste Priorität ein. Im ersten Satz mit "dass" wird der Hauptsatz „Angela Merkel sagt“ stärker betont als im Satz ohne dass. Dafür erfährt im zweiten Satz die dreiste Lüge zur Sicherheit der Atomkraftwerke eine stärkere Betonung. Die definite Verbform “räume” steht hier an zweiter Stelle des Satzes gleich hinter dem Subjekt. Im dass-Satz dagegen steht das Verb “einräume” an letzter Position und kennzeichnet ihn somit als Nebensatz. So, wahrscheinlich hat bis jetzt sowieso
niemand diese Grammatik-Lektion durchgehalten. Falls doch:
Glückwunsch! Hier gibt’s den Grammatik-Duden zu kaufen:
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| 07.08.2010 |
Die fränkische Pampa Mit dem Laufen will es derzeit nicht so recht klappen: Ich habe mit den Nike Free neue Schuhe ausprobiert - und mir davon Schmerzen im linken Fuß zugezogen. Deshalb laufe ich derzeit nur kurze Distanzen (mit meinen altbewährten Schuhen). Also bleibt Zeit für Fahrradausflüge in die fränkische Pampa. Ein paar Impressionen gibt's hier zu sehen: Bildergalerie fränkische Pampa
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| 30.07.2010 |
Bilder zum Altmühlseelauf Endlich ist sie fertig - die Bildergalerie zum Altmühlseelauf: Bildergalerie Altmühlseelauf 2010
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| 19.07.2010 |
Am Samstag, 17. Juli, stand bereits zum 25. Mal der traditionsreiche Altmühlseelauf an, dieses Mal wieder mit mir. Die Organisatoren des Laufs hatten sich auf die große Hitze vorbereitet, indem sie Duschen und Wassernebler an die Strecke gestellt hatten. Auch ich hatte mich durch ein paar Läufe in der Hitze an die Temperaturen gewöhnt. Leider umsonst: Am Rennabend nahm die Hitze eine Auszeit, dafür regnete es. Der Rennverlauf: Es sollte ein unrhythmischer Lauf in der ersten Hälfte werden, in der zweiten Hälfte folgte eine starke Aufholjagd: Ich nehme mir vor, es vorsichtig angehen zu lassen, auf keinen Fall schneller als 3:50 Minuten/Km. Aber bei Km 3 wird mir die Gruppe, in der ich laufe, doch etwas zu langsam, dank einer kleinen Zwischenbeschleunigung schließe ich zur nächsten Gruppe auf. Nach einem Kilometer merke ich: Das war keine gute Idee, die Gruppe ist zu schnell. Also lasse ich mich zurückfallen, bis mich zwei weitere Läufer überholen. Doch auch die zeigen mir schnell die Hacken. Ab Km 8 – bei Schlungenhof – beginnt am Ostufer des Altmühlsees das Teilstück mit dem stärksten Gegenwind. Hier überholt mich ein weiterer Läufer, dessen Athletenkörper in einem bauchfreien Lauftrikot steckt. Endlich Windschatten, denke ich und hefte mich an seine Fersen. Mein Vordermann ist davon nicht begeistert und zieht einen Zwischensprint an. Lange kann er das nicht durchhalten, denke ich und bleibe erstmal dran. Aber er hört einfach nicht auf zu sprinten, bis ich klein beigebe und abreißen lasse. Als der Läufer mit dem bauchfreien Trikot nicht mehr meine Schritte hinter sich hört, wird auch er langsamer, und so laufen wir in einem Abstand von 30 Metern am Ostufer entlang bis Muhr am See anstatt uns in der Führungsarbeit abzuwechseln und Kräfte zu sparen. Zum Glück flaut der Wind etwas ab, dafür fängt es an zu regnen. Bei Km 13 wird mein Vordermann langsamer und ich laufe zu ihm auf. Mein Überholmanöver ist der Auftakt für eine schnelle Schlussphase: Ich überhole noch drei Läufer, die letzten zwei Kilometer laufe ich in 3:43 und 3:40 Minuten, trotzdem kann ein Läufer vor mir noch vier Sekunden Vorsprung ins Ziel retten. Mit meiner Zeit von 1:21:03 Stunden bin ich trotzdem zufrieden angesichts des eher laschen Trainings in den letzten Wochen. Zum Glück hatte ich das beste Betreuer-Team, das bestimmt einen Gutteil meiner Trainingsdefizite wieder wett gemacht hat: Ich danke Andy und meiner Tante samt Kindern. Meine Platzierungen: 8. Gesamtplatz und Sieg in der Altersklasse. Bei der Siegerehrung gab’s Extra-Applaus bei der Nennung meines Vereins: „Laufen für den FCN“. Auch wenn der Club für die meisten Spieler nur noch die erste Stufe auf der Bundesliga-Karriereleiter ist, muss man sich keine Sorgen machen: Der Club ist weiterhin beliebt. Am Sonntag rundete ich das Wochenende mit einer 73-Km-Radtour zum Hesselberg ab. Der Anstieg auf den höchsten Berg Mittelfrankens ist drei Kilometer lang und führt auf 689 Höhenmeter. Von dort oben hat man eine herrliche Aussicht und man wundert sich nicht, dass die Römer diesen Berg in den Limes einbauten. Angreifer konnten von hier oben gesichtet werden, lange bevor sie den Grenzwall erreichten. Bilder von meiner Altmühlsee-Umrundung folgen.
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| 05.07.2010 |
Mein dritter Sturm aufs Nebelhorn - aber so hart wie dieses Jahr war der Nebelhorn-Berglauf noch nie. Es lag wohl daran, dass ich in diesem Jahr noch keine Bergläufe gemacht habe und somit auch die Höhenluft nicht gewöhnt war. Ab der Station Seealpe, hinauf zum Höfatsblick, musste ich oft gehen, was sich allerdings bei dieser Steigung nicht sehr negativ aufs Tempo auswirkte. Meinen langsamsten Kilometer legte ich in 12:01 Minuten zurück (5 Km/h), dabei habe ich 230 Höhenmeter gewonnen. Ab der Station Höfatsblick wollte ich nur noch unfallfrei am Gipfel ankommen. Ich rutschte über den Schotter, schlitterte über Schneefelder, schwindelte ein wenig kurz vor dem Gipfel und erreichte schließlich nach 1:21 Stunden das Ziel – die gleiche Endzeit wie im Dauerregen 2008. Der anschließende Kaiserschmarrn in der Alten Sennküche machte den kurzen Abstecher nach Oberstdorf zu einer runden Sache. Wer mehr zum Nebelhorn-Berglauf wissen möchte, kann hier nachlesen: Der Nebelhorn-Berglauf im Storch-Test
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| 01.07.2010 |
In den letzten Wochen habe ich mich wieder einigermaßen in Form gebracht. Zeit, ein paar Laufpläne zu schmieden. Ich habe mich für zwei altbekannte Läufe entschieden: Am 04. Juli der Nebelhorn-Berglauf, am 17. Juli der Altmühlsee-Halbmarathon. |
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| 23.06.2010 |
Feuer und Stein "Feuer und Stein" ist der erste Band von Diana Gabaldons Highland-Saga. Ich habe es gelesen und hier meine Meinung geschrieben: Feuer und Stein - von Diana Gabaldon
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| 10.06.2010 |
Die Highlights der WM stehen fest: Es werden die Pressekonferenzen von Diego Maradona. Einen Vorgeschmack gab der Nationalcoach von Argentinien beim Testspiel gegen Kanada, als er gefragt wurde, warum er Messi geschont hatte: „Wenn ihm in so einem Spiel was passiert, muss ich mir die Eier wegschießen.“ Vielleicht spielt Argentinien wieder gegen England, dann wird sich Maradona spätestens in der 80. Minute selbst einwechseln und wir sehen wieder das hier: YouTube: Maradonas Tor des Jahrhunderts - God save the Queen
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| 07.06.2010 |
Am Montag und Mittwoch steigerte ich mit lockeren 12- bzw. 15-Kilometer-Läufen weiter den Umfang nach meiner Zwangspause. Am Donnerstag ein erster Formtest: 10 Kilometer in 39:35 Minuten. Einerseits war ich zufrieden, dass ich deutlich unter den 40 Minuten blieb, andererseits lag die Zeit 40 Sekunden über meinem 10-Kilometer-Schnitt am 16. Mai in Würzburg, und damals zog ich dieses schnellere Tempo immerhin noch 4,2 Mal so lang durch. Also doch ein ziemlich heftiger Formverlust innerhalb von nicht einmal drei Wochen. Das Wochenende brachte am Samstag mit einem lockeren 20-Km-Lauf eine weitere Umfangsteigerung, am Sonntag ein einstündiges Fahrtspiel mit drei Bergsprints. Im Moment kann ich mich nicht motivieren, einen strammen Trainingsplan für einen Herbstmarathon in Angriff zu nehmen. Ich versuche, im Juni wieder einigermaßen in Form zu kommen, dann werde ich im Sommer noch am einen oder anderen Lauf teilnehmen.
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| 03.06.2010 |
Der Würzburg-Marathon im Storch-Test Zum Würzburg-Marathon fehlte noch der Storch-Test. Jetzt nicht mehr: Der Würzburg-Marathon im Test
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| 29.05.2010 |
Meine Stammzellenspende – wie ich lernte, einhändig Schnitzel zu essen
In der letzten Woche habe ich Stammzellen gespendet. Wem? Das weiß ich nicht, auf jeden Fall hat dieser Mensch Leukämie und die gleichen Gewebemerkmale wie ich. Meine gesunden Stammzellen können ihn heilen. Eine gute Sache also. Um mir diese Tatsache vor Augen zu führen, sah ich in der letzten Woche immer wieder bei Hilfe für Anja vorbei. Vor etlichen Jahren hatten Clubfans zusammen mit Hilfe für Anja e. V. eine große Typisierung vor einem Heimspiel des FCN durchgeführt, so kam auch ich in die Spenderdatei der DKMS (Deutsche Knochenmarkspenderdatei - Link). Der Wachstumsfaktor Die Stammzellenentnahme – 1. Teil Die Stammzellenentnahme – 2. Teil Aber auch diese Schmerzen verabschieden sich relativ schnell. Und irgendwo gibt es einen Menschen, der sehr viel mehr leiden musste als ich und der nun auf meine Stammzellen wartet. Ich wünsche ihm alles Gute.
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| 24.05.2010 |
Bilder vom Würzburg-Marathon Das Zielfoto traf doch ein paar Tage früher ein als erwartet - deshalb ist die Bildergalerie fertig: Bildergalerie Würzburg-Marathon 2010 Für die Fotos geht mein Dank an Andy und Stefan.
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| 22.05.2010 |
Mein kompetentes Betreuerteam hat in Würzburg zwar gute Bilder geschossen, aber ich will in meiner Bildergalerie auch noch ein Foto vom Zieleinlauf haben. Dieses Zielfoto habe ich gestern beim Fotoservice des Marathons bestellt, leider dauert die Lieferung 14 bis 21 Tage. Die Bildergalerie wird also noch ein wenig auf sich warten lassen. Wer vorab schon ein paar Bilder sehen will, kann hier vorbeischauen und als Startnummer die 967 eingeben: Sport-Online: Bilder Würzburg-Marathon Mein Zielsprint ist auf jeden Fall sehenswert.
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| 18.05.2010 |
Doch Neunter Ich bin in der Ergebnisliste des Würzburg-Marathons wieder auf den 9. Platz gerutscht. Grund war wohl, dass zwischendurch zwei Halbmarathonzeiten in die Marathonergebnisliste rutschten. Demnächst kommen die Bilder vom Würzburg-Marathon.
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| 17.05.2010 |
Zu Anfang eine Korrektur: Ich habe mich gestern auf dem 9. Gesamtplatz gewähnt, weil dies auf meiner Urkunde ausgedruckt wurde. In der Ergebnisliste tauche ich nun auf dem 11. Platz auf. Warum auch immer. Hier zunächst meine Trainingswoche bis zum großen Tag: Montag: 10 Kilometer im Marathontempo (38:53 Minuten). Dienstag: 20 zügige Kilometer in 4:24 Min/Km. Mittwoch: 6 * 1 Minute schnell, 1 Minute Trabpause. Donnerstag: 10 Kilometer, Kilometer 7 und 8 im Marathontempo, der Rest locker. Freitag: Nix. Samstag: 6 lockere Kilometer. Der Marathon: Die passende Einstimmung auf den Marathon liefert am Tag zuvor die Etappe des Giro d’Italia: Dreckverschmierte Radfahrer schleppen sich auf Schotterpisten eine 16%-Steigung hoch. Ich schätze mich glücklich, morgen nur einen Marathon vor der Brust zu haben. Den letzten Motivationsschub bekomme ich – wie immer vor einem Marathon – am Sonntagmorgen beim Lesen meiner Erzählung Caesars Marathon. Um 9:03 Uhr fällt – endlich – der Startschuss. Schnell wird klar, dass heute der Wind zum Problem wird. Leider finde ich immer nur kurzzeitig Mitläufer, dann wird mir das Tempo entweder zu schnell oder zu langsam. Meine Pace pendelt sich bei 3:50 Min/Km ein, nach dem Anstieg bei Km 14 sind es 3:52 Min/Km, die Halbmarathonmarke passiere ich nach 1:21:53 Stunden. Kurz nach dem Halbmarathon führt die Strecke ein zweites Mal über die Brücke der deutschen Einheit. Hier weht der Wind so heftig, dass es hinter mir ein Absperrgitter umhaut. Nachdem auf der ersten Streckenhälfte in der Stadt immer wieder einige Zuschauer applaudierten und Bands für Stimmung sorgten, wird es jetzt einsam: Es geht am Main entlang, teilweise auf Schotter, bis zu einem Wendepunkt nach Kilometer 31. Bis dahin läuft es erstaunlich schnell und trotzdem locker. Nach dem Wendepunkt weiß ich warum: Der Wind bläst mir direkt ins Gesicht, die Kilometer vorher hatte ich optimalen Rückenwind. Für kurze Zeit verlässt mich der Mut: Ich glaube nicht, dass es mit Gegenwind noch für die 2:45 Stunden reicht. Ich weiß nicht mehr, wie ich mich trotzdem motiviert habe, vielleicht weil immer wieder Läufer vor mir auftauchten, an die ich mich Meter für Meter herankämpfen konnte. Km 37: Die Cola-Versorgung klappt vorbildlich, mein Dank geht an Andy und Stefan. Noch fünf Kilometer – noch zwanzig Minuten Kampf. Km 38: Meine Uhr zeigt 2:28 Stunden. Meine Hochrechnung ergibt mit einem 4-er Schnitt eine 2:44 Stunden bei Km 42, aber bei Km 42,2? Es wird knapp. Ich muss weiterhin die Kilometer in 3:50 Minuten laufen. Ich laufe auf das Ende des Walker-Feldes auf. Km 39: Die Uhr zeigt 2:32 Stunden. Hochrechnung unverändert. Km 40: Keine Zeit mehr für Rechenexempel. Es geht über buckliges Kopfsteinpflaster (der ebene Gehsteig wird durch Walker blockiert). Km 41: Schneller! Km 42: Die letzten Meter zum Ziel geht es bergauf, ich sehe die Zieluhr: 2:44:47, 2:44:48, noch ein paar schnelle Schritte – geschafft! Brutto-Zeit: 2:44:55 Stunden, netto 2:44:48 Stunden. Die Auswertung meiner GPS-Uhr ergibt für die letzten drei Kilometer folgende Zeiten: 3:48, 3:42 und 3:48 Minuten, die letzten 600 Meter laufe ich in einer Pace von 3:31 Min/Km. Km 43: Apfelstrudel und heiße Schokolade im Cafe Schönborn. Km 44 – 160: Heimfahrt. Km 161: Freudensprung nach dem ersten Clubtor. Fazit: Die Vorbereitung auf diesen Lauf begann am 4. Januar. In den 19 Wochen bis zum Marathon hätte ich 1000 Ausreden gehabt, die Vorbereitung abzubrechen: Der Winter, diverse Zipperlein, das Desaster beim 30-Km-Testlauf. Es gab einige Tage, an denen ich gerne von diesen Ausreden Gebrauch gemacht hätte, aber irgendwie habe ich doch immer weiter gemacht, und nach dem Marathon kann ich nur sagen: Es hat sich gelohnt. Statistik: * Trainingskilometer seit 4. Januar: 1627,3. Im Schnitt 85,6 Kilometer/Woche.
- September 2008: Brombachsee-Marathon in 2:56 Stunden.
Die Bilder zum Lauf werde ich in den nächsten Tagen präsentieren.
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| 16.05.2010 |
Wenn ich vor dem
Marathon gefragt wurde, welche Zeit ich anpeile, habe ich geantwortet:
"2:45 Stunden, aber dann muss alles stimmen." - Es hat nicht alles
gestimmt: Die Strecke war etwas anspruchsvoller als erwartet (immer
wieder ein paar Wellen und einige andere Fiesheiten wie
Kopfsteinpflaster und Schotter), dazu gab's meistens kräftigen
Wind. Trotzdem hat es nach hartem Kampf zu einer Zeit unter 2:45
Stunden gereicht, insgesamt sprang dabei der 9. Platz heraus, in meiner
Altersklasse wurde ich 2. Ich bin mit meiner Leistung glücklich
und zufrieden.
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| 14.05.2010 |
Würzburg-Marathon live im Internet Auch die zweite Taperingwoche ist nach Plan verlaufen, ich bin jetzt schon richtig heiß auf den Marathon. Wer am Sonntag nicht vor Ort ist, kann den Marathon im Live-Stream verfolgen: Würzburg-Marathon live im Internet als Live-Stream
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| 10.05.2010 |
Montag: Nix. Dienstag: 11 lockere Kilometer. Mittwoch: Beinkrafttraining; zwei Stunden Ergometer. Donnerstag: 3 * 5 Kilometer, jeweils unter 21:15 Minuten, 5 Minuten Trabpause; lief recht entspannt. Freitag: 30 lockere Kilometer in 4:46 Min/Km. Der letzte lange Lauf vor dem Marathon. Samstag: Oberkörperkrafttraining. Sonntag: 18 Kilometer in 4:29 Min/Km. Gesamt-Kilometer (incl. Ein- und Auslaufen): 77,9
Fazit: Eine wie geplant ruhigere Woche. Das Ergebnis ist, dass ich jetzt schon nicht mehr weiß wohin mit der Kraft. Wo soll das am nächsten Sonntag enden? Hoffentlich bei einer Zeit unter 2:45 Stunden.
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| 02.05.2010 |
Montag: 10 lockere Kilometer in 4:39 Min/Km. Dienstag: Beinkrafttraining. 20 Kilometer in 4:21 Min/Km. Mittwoch: Oberkörperkrafttraining. 4 * 3 Kilometer, zwischen den Intervallen 5 Minuten Trabpause. Alle vier Intervalle unter 11:10 Minuten. Die ersten drei Intervalle liefen recht entspannt, im vierten Intervall musste ich etwas kämpfen. Donnerstag: Zwei Stunden Ergometer, anschließend 11 Kilometer in 4:34 Min/Km. Das Zugeständnis an meine Achillessehne: Ich wollte eigentlich 25 Kilometer laufen, aber da die Achillessehne immer noch ein wenig schmerzte, habe ich 14 Laufkilometer durch zwei Stunden Ergometer ersetzt. Dazu fällt mir folgende Weisheit ein: Wer in einer Marathonvorbereitung keine Schmerzen spürt, ist tot. Freitag: Kein Training wegen der Voruntersuchung für eine Stammzellenspende, die Ende Mai ansteht. Hier wurden mir auch ein paar Röhrchen Blut abgenommen. Samstag: 15 lockere Kilometer in 4:43 Min/Km. Sonntag: Crescendo:
15 lockere Kilometer in 4:49 Min/Km, dann 10 zügige Kilometer in
4:20 Min/Km, abschließend 10
ich-hau-jetzt-alles-raus-was-geht-Kilometer in 38:50 Minuten (3:52
Min/Km). Die Blutabnahme habe ich anscheinend gut verkraftet und, noch
positiver: Die Achillessehne hat nicht geschmerzt (ich bin aber nicht
tot). Vielleicht liegt es an den neuen Einlagen, mit denen ich seit
Montag laufe. Gesamt-Kilometer (incl. Ein- und Auslaufen): 110
Fazit: Diese Woche war der gebührende Höhepunkt meiner Marathon-Vorbereitung. Jetzt beginnt die zweiwöchige Taperingphase.
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| 25.04.2010 |
Montag: 60 Minuten Ergometer Dienstag: Beinkrafttraining. 20 Kilometer in 4:23 Min/Km. Mittwoch: 4 * 2 Kilometer, zwischen den Intervallen 4 Minuten Trabpause. Alle 4 Intervalle unter 7:00 Minuten! Läuft. Donnerstag: 60 Minuten Ergometer. Anmeldung für den Würzburg-Marathon: Es gibt kein Zurück mehr. Freitag: 15 Kilometer lockerer Dauerlauf in 4:49 Min/Km mit Lauf-Abc. Oberkörperkrafttraining. Samstag: 35 Kilometer. Die ersten 25 Kilometer locker, dann zehn Kilometer in 39:13 Minuten. Das war Original-Marathon-Feeling auf den letzten Kilometern. Ich bin zufrieden. Sonntag: Intervalltraining im Saunadorf. Gesamt-Kilometer (incl. Ein- und Auslaufen): 84,2
Fazit: Einige intensive Einheiten, aber ich fühle mich immer noch gut, ich habe nach den 35 Kilometern keine schweren Beine und keinen Muskelkater. Alles könnte perfekt sein - wenn nicht ein kleiner Punkt auf der rechten Achillessehne wäre, der im Moment schmerzt. Mal sehen, ob ich das Training wie geplant durchziehen kann: Ich habe jetzt nur noch eine Belastungswoche vor mir, danach beginnt das Tapering.
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| 21.04.2010 |
Sakrileg Der Thriller von Dan Brown ist sicher vielen ein Begriff; ich habe ihn gelesen, hier steht meine Meinung: Sakrileg - von Dan Brown |
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| 19.04.2010 |
Montag: 45 Minuten Ergometer. Dienstag: 15 langsame Kilometer in 5:19 Min/Km. Es war 5 Uhr morgens, es regnete, ich hatte keine Lust. Dazu hatte ich noch das 30-Km-Desaster vom Sonntag im Kopf und in den Beinen. Eine Quälerei. Mittwoch: 3 Stunden Ergometer, danach 15 Kilometer-Lauf in 4:35 Min/Km. Nach den deprimierenden Einheiten vom Sonntag und Dienstag nahm ich mir diese vor allem für den Kopf anstrengende Einheit vor. Ich habe mich durchgebissen - und das nicht mal schlecht. Jetzt geht es frohen Mutes weiter. Donnerstag: Oberkörperkrafttraining. 20 Kilometer in 4:26 Min/Km mit Lauf-Abc. Freitag: Beinkrafttraining. Samstag: 20 Kilometer in 4:24 Min/Km. Sonntag: 15 Kilometer Tempolauf in 3:54 Min/Km. Na also, Tempo geht auch noch. Gesamt-Kilometer (incl. Ein- und Auslaufen): 90,5
Fazit: Nach dem verpatzten 30-Km-Testlauf in der Vorwoche melde ich mich wieder zurück. Jetzt gilt’s: Noch vier Wochen bis zum Würzburg-Marathon.
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| 12.04.2010 |
Ostermontag: 35 langsame Kilometer in 4:47 Min/Km. Dienstag: Nix. Mittwoch: Beinkrafttraining. 15 lockere Kilometer in 4:45 Min/Km. Donnerstag: Oberkörperkrafttraining. 75 Minuten Fahrtspiel mit Lauf-Abc. Freitag: Nix. Samstag: 10 lockere Kilometer in 4:44 Min/Km. Sonntag: 30-Km-Testlauf: Nach 10 Km war ich noch im Plan (3:52 Min/Km), ab Km 16 wurde es hässlich (dehydriert?), am Ende gerade mal knapp unter zwei Stunden (3:59 Min/Km). Gesamt-Kilometer (incl. Ein- und Auslaufen): 110,1 Fazit: Warum ich am Sonntag so eingebrochen bin, kann ich nicht mit Sicherheit sagen, nur vermuten. In meinem weiteren Training werde ich mich an den fünf Wochen vor meinem letzten Marathon im Oktober 2009 orientieren.
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| 04.04.2010 |
Montag: Beinkrafttraining, 15 zügige Kilometer in 4:23 Min/Km. Dienstag: 8 * 1 Kilometer in 3:21 bis 3:28 Minuten. Die schwierigsten Intervalle waren das erste und das vorletzte. Beim ersten Intervall musste ich noch warmlaufen, das vorletzte ging ein Stück bergauf und ich musste für die 3:28 Minuten kämpfen. Auf dem letzten Intervall ging es dafür ein paar Meter bergab: 3:21 Minuten. Mittwoch: 2 Stunden Ergometer, anschließend 10 lockere Laufkilometer mit Lauf-ABC. Donnerstag: Oberkörperkrafttraining. Karfreitag: Mein persönlicher Passionsweg I: 20 Kilometer in 3:55 Min/Km. Karsamstag: Mein persönlicher Passionsweg II: 15 Kilometer in 3:54 Min/Km. Ostersonntag: 60 Minuten Ergometer. Gesamt-Kilometer (incl. Ein- und Auslaufen): 85,1 Fazit: Die niedrige Kilometerzahl täuscht. Es war eine intensive Woche mit den schnellen Einheiten am Dienstag, Freitag und Samstag. Erfreulich: Vor allem der Tempolauf am Samstag hat mir weniger Probleme bereitet als befürchtet, er lief sogar etwas leichter als der Tempolauf am Vortag. Anstatt eines langen Laufs saß ich diese Woche am Mittwoch zwei Stunden auf dem Ergometer. Das wird sich nächste Woche ändern: Für morgen ist ein 35-Km-Lauf geplant.
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| 02.04.2010 |
Endlich wird auch in einem großen deutschen Nachrichtenmagazin ausführlich über den Uranabbau berichtet, den Areva im Niger betreibt: SPIEGEL: Uranabbau im Niger - Der gelbe Fluch Der Artikel listet Todesfälle in den Uranminen auf und geht den Ursachen auf den Grund. Nun ist auch ein französischer Arbeiter an Lungenkrebs gestorben. Arbeiter aus dem Niger, die sich im Areva-eigenen Krankenhaus behandeln lassen, werden dagegen mit den Diagnosen Aids und Malaria belogen. Das auf diese Weise gewonnene Uran wird in europäischen Atomkraftwerken zur Stromerzeugung eingesetzt. Deshalb können auch Europäer etwas gegen diese Uranminen unternehmen: Einfach keinen Atomstrom mehr kaufen! Alternativen gibt es genug, z. B. die Naturstrom AG. Im Lauf der letzten Monate ist ein stattliches Arsenal an Areva-Skandalen zusammengekommen, ich habe sie hier zusammengefasst: Areva - Der Trikotsponsor des 1. FC Nürnberg
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| 01.04.2010 |
Wer wählt wen? - Historie Aufgrund des großen Zuspruchs geht die Rubrik "Wer wählt wen?" in die Verlängerung. Es werden Fragen zu geschichtlichen Ereignissen gestellt, deren Antworten Aufschluss über das Wahlverhalten geben: Wer wählt wen? - Historie |
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| 29.03.2010 |
Montag: Intervalltraining im Saunadorf. Dienstag: Beinkrafttraining, 15 lockere Kilometer in 4:44 Min/Km. Mittwoch: 20 zügige Kilometer in 4:27 Min/Km mit Lauf-Abc. Donnerstag: Oberkörperkrafttraining. Abends Intervalle de luxe: 20 * 1 Km zwischen 3:46 und 3:57 Minuten, Trabpause 2 Minuten. Die Beine wurden am Ende verdammt schwer; vielleicht hätte es heute ein 75-minütiges Fahrtspiel heute auch getan. Freitag: Nix. Samstag: 25 lockere Kilometer in 4:49 Min/Km, anschließend endbeschleunigt: 8 Kilometer in 3:53 Min/Km. Also insgesamt 33 Kilometer. Sonntag: 60 Minuten Ergometer. Gesamt-Kilometer (incl. Ein- und Auslaufen): 99,3 Fazit: Insgesamt nur vier Läufe, aber die Einheiten am Donnerstag und Samstag hatten es in sich. Am Samstag habe ich mich mehr als ein Mal gefragt, ob ich mit den 33 Kilometern ein zu hohes Verletzungsrisiko eingehe. Aber immerhin habe ich diesen Lauf in Watte gepackt mit den lauffreien Tagen am Freitag und Sonntag. Deshalb ist es noch einmal gut gegangen.
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| 25.03.2010 |
Wer wählt wen? Ich habe eine neue Art Wahl-o-mat entworfen. Dieser Wahl-o-mat verharrt jedoch nicht bei Sachfragen und Wahlprogrammen - sie interessieren niemanden. Die Wahlentscheidung fällt aufgrund viel tiefergehenderer Überlegungen: Hier geht's zum etwas anderen Wahl-o-maten: Wer wählt wen?
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| 21.03.2010 | Die Woche mit dem dicken Ende
Montag: Beinkrafttraining. Dienstag: 2 Stunden Ergometer, danach 11 lockere Kilometer. Mittwoch: 75 Minuten Fahrtspiel mit Lauf-ABC und abschließend drei Bergsprints. Donnerstag: Oberkörperkrafttraining; 15 zügige Kilometer in 4:15 Min/Km. Freitag: Nix. Samstag: 10 lockere Kilometer in 4:45 Min/Km. Sonntag:
25-Km-Testlauf in 1:36:51 Stunden, das sind 3:52 Min/Km und entspricht
in etwa meinen Rom-Marathontempo von 2006. Allerdings hätte ich
das Tempo heute kaum noch einen Kilometer länger durchgehalten,
auf den letzten vier Kilometer gab's Original-Marathon-Feeling. Gesamt-Kilometer (incl. Ein- und Auslaufen): 81,8
Fazit: Eine unspektakuläre Woche - bis Sonntag! Mit dem Testlauf bin ich sehr zufrieden. Noch acht Wochen bis zum Würzburg-Marathon. Ich bin auf jeden Fall besser in Schuss als acht Wochen vor meinem Herbst-Marathon 2009 auf Mallorca. Verläuft die Vorbereitung weiterhin planmäßig, ist eine Zeit unter 2:45 Stunden drin.
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| 17.03.2010 |
Gelenkbandage In der Beschreibung der letzten Trainingswoche ist angeklungen, dass mir die Waden Probleme machten. Der starke Muskelkater in der letzten Woche rührte zwar von den neuen Schuhen, allerdings sind es auch sonst die Waden, die sich als erstes bemerkbar machen. Deshalb habe ich aufgerüstet: Näheres zur Gelenkbandage unter den Lauftipps
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| 15.03.2010 | Langsam wird’s ernst
Montag: 6 * 1 Kilometer, jedes Intervall unter 3:30 Minuten bei strammen Windböen und Schneefall. Ich benutzte zum ersten Mal meine neuen Neutralschuhe auf einer schnellen Einheit. Die Folge war ein fieser Muskelkater in den Waden. Dienstag: Beinkrafttraining, 75 Minuten Ergometer. Mittwoch: 26 extra-langsame Kilometer (5:10 Min/Km). Während dem Lauf habe ich den Muskelkater vom Montag nicht gespürt, aber danach wieder. Donnerstag: Oberkörperkrafttraining; am Abend Wiederholungen, um das Marathontempo zu üben: Jeweils 1 Kilometer in 3:45 – 3:55 Minuten. Geplant hatte ich 20 Wiederholungen. Die ersten Wiederholungen liefen etwas zäh, doch nach 5 Wiederholungen war ich warmgelaufen. Allerdings machte sich nach 10 Wiederholungen der Muskelkater vom Montag bemerkbar: Es zog in der rechten Wade. Eingedenk früherer Verletzungen bekam ich ein mulmiges Gefühl und brach die Einheit ab. Freitag: Na toll! Morgens fühlen sich die Waden besser an als am Tag davor. Vermutlich hätte ich doch die 20 Wiederholungen durchziehen können… Ich lege trotzdem den geplanten Ruhetag ein. Samstag: 15 lockere Kilometer in 4:38 Min/Km mit Lauf-Abc. Sonntag: Mein erstes Crescendo: 25 Km in 4:39 Min/Km, die letzten 5 Km in 3:57 Min/Km bei teilweise heftigem Gegenwind.
Gesamt-Kilometer (incl. Ein- und Auslaufen): 102,5
Fazit: Die Form passt immer noch, nur die Schuhe machen Ärger. Nächstes Wochenende wartet der 25-Km-Testlauf.
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| 08.03.2010 | Mieses Wetter, bombige Form
Montag: 20 Km, 4:29 Min/Km. Dienstag: Beinkrafttraining, 75 Minuten Ergometer. Mittwoch: 30 Km in 4:44 Min/Km. Donnerstag: 10 lockere Kilometer. Freitag: Oberkörperkrafttraining. Samstag: 15 Km-Tempolauf in 58:47 Minuten (3:55 Min/Km). Ein typischer Lauftag der letzten Wochen: Wegen Neuschnee wusste ich zunächst nicht, ob die Straßenverhältnisse überhaupt einen Tempolauf zulassen, zum Glück verrichtete der Straßenräumdienst wieder einmal einen exzellenten Job. Da zahlt man gerne Steuern. Trotzdem hatte ich überhaupt keine Lust zu laufen, erst recht, als mir beim Einlaufen ein eisiger Wind Tränen in die Augen trieb. Aber nach den ersten Kilometern, als ich merkte, dass es gut lief, machte es dann doch Freude und ich zog den Tempolauf relativ entspannt durch. Sonntag: 11 lockere Kilometer mit Lauf-ABC. Gesamt-Kilometer (incl. Ein- und Auslaufen): 91,2 Fazit: Die Form passt, nur der Winter macht Ärger.
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| 01.03.2010 | Regeneration
Montag: Beinkrafttraining. Dienstag: 15 lockere Kilometer in 4:53 Min/Km. Mittwoch: 75 Minuten Fahrtspiel, am Ende drei Sprints, endlich wieder an meinem Lieblingsberg. Donnerstag: Oberkörperkrafttraining, 12 lockere Kilometer in 4:48 Min/Km mit Lauf-ABC. Freitag: Nix. Samstag: 10 Km-Testlauf auf meiner Hausstrecke: 37:17 Minuten. Immerhin 63 Sekunden schneller als an Silvester, obwohl die Strecke hügeliger und windiger war. Die Kilometerzeiten schwankten zwischen 4:01 Minuten (bergauf und Gegenwind) und 3:19 Minuten (bergab und Rückenwind). Sonntag: 2 Stunden Ergometer. Ideal, um nebenbei die letzten 50 klassischen Olympiakilometer zu verfolgen. Die deutschen Läufer boten wieder einmal eine grandiose Vorstellung, allen voran Axel Teichmann mit Silber. Gesamt-Kilometer (incl. Ein- und Auslaufen): 58,6 Fazit: Wie geplant lief ich diese Woche ein paar Kilometer weniger, jetzt juckt es wieder in den Beinen. Ich habe mir diese Woche außerdem ein paar Gedanken gemacht zu den verbleibenden elf Trainingswochen bis zum Würzburg-Marathon am 16. Mai. Ich will in drei Wochen (21. März) entweder einen Halbmarathon-Wettkampf laufen oder einen 25-Km-Testlauf. Weitere drei Wochen später steht ein 30-Km-Testlauf auf dem Programm. Dazwischen will ich ab übernächster Woche ein paar Crescendo-Läufe mit 30 bis 35 Kilometern einstreuen. Ob das gut geht?
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| 24.02.2010 |
Was Westerwelle kann... Aber der Gedanke, eine Parallele zur römischen Geschichte zu ziehen, ist nicht verkehrt. Herr Westerwelle hat nur die falsche Epoche erwischt. Wenn man die derzeitige Situation in Deutschland mit Rom vergleichen will, muss man sich in der späten römischen Republik umsehen. Sowohl in der Politik wie in der Wirtschaft können Hobbyhistoriker bemerkenswerte Parallelen zur heutigen Zeit entdecken. Zunächst zur Wirtschaft: Zur Zeit der späten römischen Republik, also im ersten Jahrhundert vor Christus, litt das Volk unter der Globalisierung: Rom war zu einem Weltreich geworden. Aus den Provinzen strömten billige Waren nach Italien und ruinierten die Kleinbauern. Ihr Land wurde von Großgrundbesitzern aufgekauft. Die Felder wurden von nun an durch billigere Arbeitskräfte bewirtschaftet: Sklaven. Im Zug der Globalisierung waren sie nach Italien verschleppt worden. Die Kleinbauern verarmten und strömten in die Städte, größtenteils nach Rom. Und so funktionierte die Politik in Rom zu dieser Zeit: Für die wichtigsten Ämter der Stadt fanden jedes Jahr Wahlen statt. Wer gewählt werden wollte, war auf großzügige Geldgeber angewiesen. Bei diesen Geldgebern handelte es sich oft um Männer, die sich durch die Globalisierung (s. o.) bereichert hatten. Mit ihren Spenden überzeugten die Politiker - meist Abkömmlinge der Senatsaristokratie - die Wähler. Nach ihrer Wahl zeigten sie sich gegenüber den edlen Spendern erkenntlich: Sie setzten entweder Gesetze zu ihren Gunsten durch, verschafften ihnen einen lukrativen Posten oder sie zahlten ihnen den Kredit mit Zinsen zurück. Das Geld dafür bekam der Politiker aus seiner persönlichen Schatztruhe: Den Provinzen. Es dürfte jeder gemerkt haben: Die Gemeinsamkeit zur heutigen Zeit liegt nicht in spätrömischer Dekadenz, vielmehr lässt sich eine Parallele zur spätrepublikanischen Korruption ziehen. Ein weiterer Berührungspunkt ergibt sich in der Klientelpolitik: Jeder Politiker hatte Klienten, die er entweder durch Geldgeschenke oder Dienstleistungen wie die Verteidigung vor Gericht bei Laune hielt. Die größten Klientelen hatten freilich die Feldherrn: Ein kluger Feldherr belohnte seine Soldaten reichlich aus der Kriegsbeute und erhielt so ein unerschöpfliches Reservoir an Wählerstimmen und Drohpotential. Kein Wunder also, dass am Ende die Feldherren um die Macht in Rom kämpften. Neben all den Parallelen gibt es auch gewaltige Unterschiede: Die Steuerbelastung eines römischen Bürgers war gering. Nur in Krisen, vor allem vor großen Kriegszügen, wurde ein Tributum erhoben. War der Feldzug erfolgreich, wurde den Bürgern das Tributum aus der Beute zurückgezahlt. Erst im Jahr 6 n. Chr. führte Augustus - der erste Kaiser - eine Umsatzsteuer ein. Höhe: Ein Prozent. Auch in dieser Hinsicht war das Alte Rom das Land der Träume für jeden FDP-Wähler.
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| 22.02.2010 | Schnauf, schlurf, ächtz – hundert!
Montag: Beinkrafttraining. Zwei Stunden Ergometer mit abschließenden 11 lockeren Laufkilometern. Dienstag: 75 Minuten Fahrtspiel. Mittwoch: Oberkörperkrafttraining, 10 lockere Kilometer. Donnerstag: 30 Kilometer in 4:56 Min/Km. Freitag: Nix. Samstag: 6 * 1 Kilometer. Alle Intervalle unter 3:30 Minuten. Lief gut. Ich konnte das letzte Intervall noch in 3:24 Minuten laufen, ohne den ultimativen Endspurt auszupacken. Sonntag: 20 Kilometer in 4:26 Min/Km mit Lauf-ABC. Gesamt-Kilometer (incl. Ein- und Auslaufen): 101,2 Fazit: Meine erste 100-Kilometer-Woche in diesem Jahr, dazu mein erster 30-Km-Lauf. Der Spaß am Laufen ist wieder da, allerdings verlangen meine Beine jetzt eine Woche mit weniger Kilometern. Die Kälte und der Schnee haben mir die Lauferei in den letzten Wochen nicht immer einfach gemacht. Aber jetzt bin ich froh, dass ich diszipliniert trainiert habe. So habe ich eine gute Grundlage geschaffen für die nächsten zwölf Wochen bis zum Würzburg-Marathon.
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| 15.02.2010 | Training
Montag: Zwei Stunden Ergometer. Dienstag: Beinkrafttraining, 75 Minuten Fahrtspiel mit abschließenden drei Bergsprints. Mittwoch: Oberkörperkrafttraining, 10 lockere Kilometer. Donnerstag: Mentaltraining: Schneefall, ekelhaft-eisiger Wind, 28 Km, 2:23 Stunden. Freitag: Nix. Samstag: 15 Km-Tempolauf in 59:50 Minuten. Mein Dank geht an den zuverlässigen Schneeräumdienst. Sonntag: 20 Km in 4:29 Min/Km, Lauf-Abc. Gesamt-Kilometer (incl. Ein- und Auslaufen): 93,6
Fazit: Das Training machte diese Woche nicht immer Spaß. Ich hoffe, die Lauflaune steigt wieder mit den Temperaturen.
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| 11.02.2010 |
Titan Titan - so lautet der Titel des zweiten Bandes einer Trilogie über Cicero, den Libero der Republik. Autor des Werkes ist Robert Harris (u. a. bekannt durch "Pompeji"). Der Roman spielt zweifellos in einer der spannendsten Epochen der abendländischen Geschichte: In der Enphase der römischen Republik. Hier steht meine Meinung zum Werk von Robert Harris: Titan - von Robert Harris.
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| 08.02.2010 |
Montag: Um das Skilanglauf-Desaster vom Sonntag zu vergessen, schnürte ich morgens um 4:35 Uhr die Laufschuhe und lief lockere 26 Km in 4:59 Min/Km. Dienstag: Oberkörperkrafttraining. Mittwoch: Beinkrafttraining, 10 lockere Kilometer in 4:54 Min/Km. Donnerstag: 75 Minuten Fahrtspiel, am Ende drei Bergsprints. Freitag: Nix. Samstag: 3 * 3 Km. Erfreulich: Alle drei Intervalle unter 11:15 Minuten, obwohl es auf den ersten beiden Intervallen insgesamt bergauf ging. Sonntag: 20 Km in 4:22 Min/Km, Lauf-Abc. Eigentlich wollte ich nur 4:30 Min/Km laufen, aber so langsam konnte ich es heute nicht. Ich muss aufpassen, dass ich nicht überziehe. Gesamt-Kilometer (incl. Ein- und Auslaufen): 87,5 Fazit: Ordentlich Kilometer – und auch die Tempoeinheit am Samstag macht Mut. Mein nächstes Zwischenziel ist, in zwei Wochen die 100-Km-Grenze zu knacken.
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| 01.02.2010 | Schneegebremst
Montag: Nix. Dienstag: Oberkörperkrafttraining und 75 Minuten Fahrtspiel durch die fränkische Kälte. Zwei Mal lief ich einer Walking-Gruppe über den Weg, beim zweiten Mal fiel das ultimative Walker-Zitat: „Der wird überhaupt ned müd.“ Mittwoch: Beinkrafttraining. Donnerstag: 2 Stunden Ergometer, anschließend 11 lockere Kilometer durch den Neuschnee. Freitag: Nix. Samstag: 10-Km-Testlauf in 38:49 Minuten. Stellenweise wurde es eher ein Fahrtspiel: Bei schmierigem Untergrund musste ich abbremsen, dann konnte ich wieder beschleunigen. So war natürlich keine gute Zeit möglich. Sonntag: Geplant hatte ich zwei Stunden Skilanglauf. Wegen der schlechten Loipe wurde daraus aber ein Skiwandern, das ich nach 75 Minuten entnervt abbrach.
Gesamt-Kilometer (incl. Ein- und Auslaufen): 41,8
Fazit: Diese Woche sollte ich schnell vergessen.
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| 26.01.2010 |
Die Internationale Afghanistan-Konferenz in London Am Donnerstag beginnt die Internationale Afghanistan-Konferenz in London. Bundesausenminister Guido Westerwelle fasst die deutsche Position wie folgt zusammen: "Der Schlüssel für einen dauerhaften Frieden in Afghanistan ist ein einfaches und gerechtes Steuersystem. Wir werden den Stufentarif zum Hindukusch bringen!"
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| 24.01.2010 | Aufgedreht II
Montag: Nix Dienstag: 75 Minuten Fahrtspiel: Leider war der Belag auf meinem Lieblings-Sprintberg zu schmierig, ich musste für zwei Sprints auf einen weniger giftigen Anstieg ausweichen. Mittwoch: Oberkörperkrafttraining und 24 lockere Kilometer in 4:57 Min/Km. Donnerstag: 10 lockere Kilometer. Die Waden sind noch etwas verkatert von den gestrigen 24 Kilometern. Freitag: Beinkrafttraininig. Samstag: Intervalle: 6 * 1 Kilometer, jeweils in 3:26 bis 3:35 Minuten. Neben den schnellen Kilometern das Erfreulichste: Der Kater hat sich aus den Waden verabschiedet. Sonntag: 20 Kilometer im mittleren Tempo (4:25 Min/Km), dazwischen Lauf-Abc Gesamt-Kilometer (incl. Ein- und Auslaufen): 81,7 Fazit: In den letzten drei Wochen habe ich den wöchentlichen Kilometerumfang ordentlich gesteigert: Von 45 Kilometern im Dezember auf 81,7 Kilometer. Zeit, sich in der nächsten Woche etwas weniger Kilometer zu gönnen, am nächsten Wochenende plane ich einen 10-Km-Testlauf auf meiner Hausstrecke.
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| 18.01.2010 |
Montag: Nix Dienstag: 75 Minuten Schnee-Fahrtspiel: Immer wenn gut geräumt war, bin ich schnell gelaufen. Das war leider nicht oft der Fall. Mittwoch: Nix Donnerstag: Oberkörperkrafttraining und der erste Zwei-Stunden-Lauf seit dem 18. Oktober: 24 Km in 5:02 Min/Km: Ich stapfe durch den Schnee und träume davon, an einem warmen Frühlingstag schnell wie der Blitz durch Würzburg zu rasen. Bei Km 7 entdecke ich den Parkplatz eines Baumarkts als ideale Laufrunde: Er ist geräumt und beleuchtet. Ich drehe hier von Km 7 bis 10 ein paar Runden, dann wieder von Km 18 – 23. Freitag: Beinkrafttraininig. Samstag: Bei Tageslicht kann ich endlich wieder auf den freigeräumten fränkischen Landstraßen laufen. Ich nutze es gleich für einen 15-Km-Tempolauf: Leider fühle ich mich nicht topfit, dazu kommt noch ein wenig Wind, das Ergebnis ist ein Tempo von 4:03 Min/Km. Sonntag: Lockere 15 Km mit Lauf-Abc Gesamt-Kilometer (incl. Ein- und Auslaufen): 73,4 Fazit: Zu Beginn der Woche habe ich mich etwas zurückgehalten um den Rücken zu schonen. Aus dem gleichen Grund habe ich beim Oberkörperkrafttraining etwas weniger Gewicht aufgelegt. Das Training von Donnerstag bis Sonntag verdient das Prädikat „ernsthaftes Marathontraining“.
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| 11.01.2009 | Der Rücken nervt!
Montag: 15 Km, 4:49 Min/Km; schneebedingt langsamer als die geplanten 4:35 Min/Km. Dienstag: Oberkörperkrafttraining. Hl. Drei Könige: 13 Km-Tempolauf in 3:59 Min/Km. Die Landstraßen sind freigeräumt, also kann ich wieder richtig schnell laufen. Allerdings liegen ein paar Anstiege auf der Strecke, hier merke ich, dass ich von der Topform noch ein wenig entfernt bin: Obwohl ich eigentlich gemütlich hochtrabe, ist der Puls ruck zuck über 170. Es wird ein harter Kampf gegen den 4:00er-Schnitt. Zum Glück geht es auf den letzten drei Kilometern stetig bergab. Mit Kilometern zwischen 3:36 und 3:47 Minuten knacke ich doch noch den 4:00er-Schnitt. Donnerstag: Nix. Freitag: Morgens mache ich mich auf zu einem 22-Km-Lauf durch den Neuschnee. Leider hat mein Rücken etwas dagegen, schon auf den ersten Schritten zieht es heftig. Also kurble ich zwei Stunden auf dem Ergometer. Samstag: Beinkrafttraining. Sonntag: Der 22-Km-Lauf wird nachgeholt in 5:16 Min/Km. Die Zeit ist nebensächlich: Zuerst lief ich auf ungeräumten Wegen durch den Schnee. Als ich nach sechs Kilometern auf geräumte Landstraßen umstieg, setzte Schneefall ein. Gesamt-Kilometer (incl. Ein- und Auslaufen): 55 Fazit: Na ja.
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| 03.01.2010 |
Ursprünglich hatte ich vor, im Juni den Metropolmarathon zu laufen, denn angekündigt war: Start in Fürth, Ziel in Nürnberg. Bei näherem Hinsehen haben die Organisatoren jedoch festgestellt, dass das Nürnberger Pflaster teurer ist als der Fürther Straßenbelag. Um Kosten zu sparen, läuft der Marathon nun doch wieder nur durch Fürth. Deshalb habe ich mich nach Alternativen umgesehen und bin fündig geworden: Der Würzburg-Marathon am 16. Mai (Link zur offiziellen Seite des Würzburg-Marathons). Ab morgen, 4. Januar, werde ich mich auf diesen Lauf vorbereiten. Insgesamt habe ich 19 Wochen um mich ordentlich in Form zu bringen. Im Januar werde ich zunächst den wöchentlichen Laufumfang auf 70 – 80 Kilometer steigern.
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| 01.01.2010 |
Bilder vom Silvesterlauf Nürnberg 2009 - Für diese zwei Bilder geht mein Dank an die eifrigen Fotografen (auf die Links klicken): Nach der ersten Runde (Km 5): Wer hat Angst vorm schwarzen Mann? |