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| 27.03.2011 | Anti-AKW-Demonstration in München Hier eine Auswahl der besten Transparente auf der gestrigen Anti-AKW-Großdemonstration in München:
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| 23.03.2011 | Die Säulen der Erde: Der Schluss: Genugtuung pur
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| 20.03.2011 |
Diese Woche wollte ich in meiner Vorbereitung für den Bamberger Weltkulturerbelauf durchstarten, immerhin bin ich vor einer Woche die fünfzehn Kilometer knapp unter einer Stunde gelaufen. Leider kamen Mitte der Woche ein paar Fieberschübe dazwischen. Diese sind inzwischen abgeklungen, heute bin ich wieder lockere sechs Kilometer gelaufen. Hoffentlich kann ich nächste Woche wieder Tempo aufnehmen.
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| 19.03.2011 | Das überflüssigste Satzglied des Tages: Er trat mit seinem Fuß in eine Senke. | |
| 17.03.2011 |
2008 wurde Areva Trikotsponsor des 1. FC Nürnberg. Ich war schon damals dagegen (siehe Anti Areva). Nun laufen die Club-Spieler angesichts der Katastrophe in Japan mit Trauerflor auf. Ich habe deshalb die Verantwortlichen des 1. FC Nürnberg auf einen Widerspruch aufmerksam gemacht. Wer will, kann diese Mail oder Teile der Mail verwenden, um den FCN-Verantwortlichen seine Meinung kundzutun (die Mailadresse lautet: info@fcn.de):
Sehr geehrte Verantwortliche des 1. FC Nürnberg, in den Spielen gegen Wolfsburg und Bremen laufen unsere Spieler mit Trauerflor auf. Damit wird den Opfern der Katastrophe in Japan gedacht – eine Aktion, die bestimmt jeder unterstützt. Die Katastrophe wurde ausgelöst durch ein Erdbeben und einen Tsunami, weiter verschlimmert wurde und wird sie weiterhin durch die Havarie eines Atomkraftwerks. Während die Folgen des Erdbebens und des Tsunamis nun langsam ans Tageslicht treten, sind die Folgen des AKW-Unfalls noch nicht absehbar. Wahrscheinlich ist jedoch, dass diese Folgen über Jahrzehnte (oder länger) spürbar sein werden, sei es durch die Verseuchung eines Landstrichs oder die Schädigung des Erbguts der verstrahlten Menschen. Ich möchte Sie deshalb darauf hinweisen, dass unsere Spieler nicht nur mit Trauerflor auflaufen, sondern auch den Schriftzug „Areva“ auf der Brust tragen. Areva steht für die weltweite Verbreitung der Technologie, wegen der sich in diesen Tagen Menschen in ihren Häusern luftdicht einschließen müssen. Dies ist keine Übertreibung! Areva hätte bis vor kurzen nicht einmal davor zurückgeschreckt, Diktatoren wie Gaddafi mit ihren Kraftwerken zu beliefern. Hier können Sie es nachlesen: · Handelsblatt: Areva schickt Ingenieure nach Libyen: http://www.handelsblatt.com/politik/international/areva-schickt-ingenieure-nach-libyen/2841890.html · Spiegel: Frankreichs blamierte Chefdiplomaten: http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,747156,00.html In Indien will Areva das größte Atomkraftwerk der Welt bauen – in einem Erdbebengebiet: http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,751242,00.html Vor diesem Hintergrund erscheint das Tragen eines Trauerflors scheinheilig, das Motto lautet: „Wir trauern um die Opfer der Atomkraft, nehmen aber weiterhin das Geld der Atomkraftwerksbauer.“ Es stimmt: Mit einem Verzicht auf den Trikotsponsor wäre den Menschen in Japan nicht geholfen. Jedoch wäre es ein Zeichen dafür, dass wir eine Katastrophe wie in Japan nie mehr erleben wollen. Bieten Sie Areva nicht länger eine Plattform, auf der dieses Unternehmen für seine „saubere“ Technologie werben kann. Denken Sie um! Unsere Bundeskanzlerin tut dies auch gerade, Sie befänden sich also in guter Gesellschaft. Streichen Sie „Areva“ vom Club-Trikot!
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| 13.03.2011 | Aus aktuellem Anlass: Mein Brief an die Kanzlerin Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin, Im Hinblick auf die deutsche Atompolitik haben sie geäußert, nicht einfach zur Tagesordnung übergehen zu können. Auch hierin stimmen ihnen die meisten Bürger zu. Mit freundlichen Grüßen
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| 09.03.2011 | Säulen der Erde: Neue Konflikte durch Konfliktlösung Ohne Konflikte entsteht keine Spannung, also auch keine Spannungsebenen, wie ich sie in meinem Beitrag „Die drei Ebenen der Spannung“ vom 26.11.2010 definiert habe. Nun werden jedoch in beinahe jeder Szene Konflikte der zweiten und / oder dritten Spannungsebene gelöst. Daraus folgt: Eben so oft, wie Konflikte gelöst werden, müssen neue Konflikte entstehen, sonst geht die Spannung dahin. Oft wird durch die Lösung eines Konflikts gleich der nächste Konflikt angestoßen. Der Grund: Die Lösung eines Konflikts der zweiten oder dritten Spannungsebene ist keine endgültige Entscheidung: Zwar hat eine Seite einen Etappensieg davongetragen, aber die andere Seite ist noch nicht aus dem Rennen. Im Fußball gilt: Das Spiel ist erst zu Ende, wenn der Schiedsrichter abpfeift. Für die meisten Romane gilt: Der Roman ist erst zu Ende, wenn alle Konflikte der ersten Spannungsebene gelöst sind (Ausnahme: "offenes Ende"). Beispiel für einen Etappensieg: Als Philip von Kaiserin Mathilde die Marktrechte für Kingsbridge erhält, wird dadurch ein Konflikt der zweiten Spannungsebene gelöst - ein Etappensieg gegen William. Aber William ist noch lange nicht geschlagen, er ist immer noch Graf von Shiring und nach der Niederlage beim Konflikt um das Marktrecht sinnt er auf Rache. Und er nimmt Rache: Der gelungene Überfall auf Kingsbridge während des Wollmarkts ist nun wiederum ein Etappensieg für ihn. Also: Ohne die erste Konfliktlösung (Marktrechte für Kingsbrigde) hätte es keinen Wollmarkt gegeben, ohne Wollmarkt keinen Überfall. Der Überfall auf Kingsbridge wurde also erst durch die Konfliktlösung um die Marktrechte möglich und motiviert. Fazit: Oft provoziert eine Konfliktlösung automatisch den nächsten Konflikt, schon allein deshalb, weil der Unterlegene dieser Konfliktlösung den Schaden wieder wettmachen will. In diesen Fällen wird ein Konflikt der zweiten Spannungsebene angestoßen, welcher der gleichen ersten Spannungsebene untergeordnet ist wie der vorhergehende Konflikt. Im Beispielsfall laufen die beiden Konflikte der zweiten Ebene „Marktrecht“ und „Überfall auf den Wollmarkt“ unter der ersten Ebene „Bau der Kathedrale“. Eine interessante Ausnahme habe ich im sechzehnten Kapitel gefunden: Dort erwischt Richard Alfred, als dieser gerade auf seine Schwester Aliena losgeht. Es kommt zum Kampf zwischen Richard und Alfred, der mit Alfreds Tod endet. Durch Alfreds Tod löst sich das Dilemma um Jack und Aliena (die Ehe von Alfred mit Aliena war immer noch gültig): Sie können endlich heiraten und ein normales, glückliches Familienleben führen. Also eine Konfliktlösung, die zur ersten Spannungsebene „Jack – Aliena“ gehört. Gleichzeitig jedoch liefert Alfreds Tod William den Vorwand, Richard zu verhaften. Dies ist ein neuer Konflikt der zweiten Spannungsebene, allerdings nicht unter der ersten Ebene „Jack – Aliena“, sondern unter der Ebene „Kampf um die Grafschaft“. Hier wird also durch die Lösung eines Konflikts ein Konflikt angestoßen, der zu einem anderen, großen Thema des Romans gehört. Der Vollständigkeit halber will ich eine weitere Möglichkeit der Konfliktentstehung erwähnen: Äußere Einflüsse, „höhere Gewalt“. Beispiel: In „Die Säulen der Erde“ führt ein Sturm zu einer Krise, die zu Sparmaßnahmen in Kingsbridge führt, welche schließlich den Bau der Kathedrale zu verhindern drohen (vor allem durch die Abwanderung der Bauarbeiter).
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| 06.03.2011 | Säulen der Erde: Charakterisierung durch die Umgebung Wie tickt eine Figur? Um dies dem Leser zu vermitteln, schildern Autoren deren Gedanken, Äußerungen und Handlungen (siehe auch meinen Beitrag vom 03.03.2011: „An den Taten sollt ihr die Figuren messen). Eine weniger bekannte, aber effektive Möglichkeit, eine Figur zu charakterisieren, praktiziert Ken Follett bei der Figur des Königs Henry. Er beschreibt, wie sich die Menschen in dessen Umgebung verhalten: Die Menschen im Gefolge achten darauf, dem König nie zu nahe zu kommen, sondern behandeln ihn mit vorsichtiger Vertrautheit, als fürchten sie, er könne jederzeit wild um sich schlagen. Was sagt dies über König Henry aus? Der König hat Autorität (sie achten darauf, ihm nie zu nahe zu kommen), ist nicht unbeliebt (Vertrautheit), aber manchmal auch aufbrausend und unberechenbar (könnte jederzeit wild um sich schlagen). Fazit: Mit einem kurzen, anschaulichen Satz hat Ken Follett die Persönlichkeit des Königs umrissen. Nicht durch das Verhalten des Königs selbst, sondern das seines Gefolges. Überlegung: Wie verhielte sich das Gefolge bei einem schwachen König? Es würde lustlos hinter ihm hertrotten, würde sich vielleicht sogar hinter seinem Rücken über ihn lustig machen.
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| 03.03.2011 | Säulen der Erde: An den Taten sollt ihr die Figuren messen
Fazit: Die Guten bauen auf, die Bösen zerstören. Allein durch die Handlungen „Aufbauen“ und „Zerstören“ werden die Figuren in Gut und Böse eingeteilt. Besonders gut kann man diese Charakterisierung durch die Handlungen der Figuren auch im letzten, dem 18. Kapitel sehen: Philip sorgt für einen Friedensschluss zwischen Becket und Heinrich, Waleran heizt den Streit anschließend neu an, der schließlich zur Ermordung Beckets führt.
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| 26.02.2011 | Säulen der Erde: Die Hand Gottes Im Fußball ist Diego Maradona im Besitz der Hand Gottes, im Roman bezeichne ich mit "Hand Gottes" eine Nebenfigur, die immer wieder in die Handlung eingreift und damit eine Wendung herbeiführt, zu der die Hauptfiguren nicht in der Lage sind. In „Die Säulen der Erde“ spielt Philips Bruder Francis die Hand Gottes. Alle paar hundert Seiten taucht er als Berater von Fürsten auf und gibt der Handlung eine entscheidende Wendung:
Was sind die Voraussetzungen für eine „Hand-Gottes-Figur“? 1. Sie muss außen stehen, d. h. sie hat mit den Hauptkonflikten des Buches nicht direkt zu tun. 2. Sie hat Macht oder bestimmte Fähigkeiten, die es ihr ermöglichen, die Wendungen herbeizuführen. 3. Sie muss einen Grund für ihr Eingreifen haben. Der dritte Punkt dient dazu, die größte Gefahr zu bannen, die für den Autor bei diesen Figuren lauert: Die Gefahr, dass ihr Erscheinen und ihre Eingriffe in die Handlung vom Leser als konstruiert, unplausibel und an den Haaren herbeigezogen wahrgenommen werden. Grundvoraussetzung für Francis‘ Eingreifen ist seine Bruderschaft zu Philip. Doch dies allein würde nicht genügen. Jeder seiner Eingriffe muss motiviert und plausibel sein. Beispiel: Zu Beginn des Buches, beim ersten Treffen von Francis und Philip, erfährt der Leser, dass Francis für Gloucester arbeitet. Mehrere hundert Seiten später gehört Gloucester zu den Siegern der Schlacht von Lincoln. Es ist also kein Zufall, dass Francis seinen Bruder Philip aus der Gefangenschaft befreit. Die Befreiung kommt nur überraschend, weil Philip in all der Aufregung während der Schlacht nicht mehr an die Anstellung seines Bruders dachte. Auch der Leser ist zunächst überrascht, aber hinterher sagt er sich genau wie Philip: Das hätte ich mir eigentlich denken können. Jetzt hat der Autor sein Ziel erreicht: Er hat:
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| 23.02.2011 |
Auf meiner Club-Seite wies ich schon vor Jahren auf das Engagement des Nuklearkonzerns Areva in Libyen hin, der zu meinem Leidwesen auch noch Trikotsponsor des ruhmreichen 1. FC Nürnberg ist: Anti Areva 2007 schickte Areva Ingenieure nach Libyien, um die Machbarkeit eines Atomkraftwerks zu prüfen: Handelsblatt: Areva schickt Ingenieure nach Libyen Wer Gaddafis gestrige Ansprache gehört hat, kann nur erleichtert sein, dass es nicht zur Belieferung dieses Mannes mit Nukleartechnik durch Areva gekommen ist. Der französische Staat, dem Areva gehört, hat dies jedoch bis zuletzt versucht. Dies steht in einem Spiegel-Online-Artikel (Spiegel-Online: Frankreichs blamierte Chefdiplomaten): Bis zum vergangenen Jahr jedenfalls versuchte Paris einen Nukleardeal mit Libyen einzufädeln - im Gegenzug für den verlässlichen Import von Erdöl. Im Oktober 2010 wurde von den Industrieministern beider Länder eine "strategische Partnerschaft" unterschrieben, um Verhandlungen über den Verkauf eines französischen Atomkraftwerks voranzubringen.
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| 20.02.2011 |
Hier werden Versprechen noch gehalten: Letzte Woche kündigte ich an, die 10 Km unter 40 Minuten zu laufen, also lief ich sie gestern in 39:32 Minuten auf meiner hügeligen Hausstrecke. Zugegeben: Nach der 6-Km-Zeit vor einer Woche kein sonderlich ambitioniertes Ziel, trotzdem waren die 10 Kilometer natürlich einen gehörigen Zacken schärfer als die 6 Km. Aber jetzt beginnt das Training erst. Ich hoffe, mich über die nächsten Wochen ordentlich steigern zu können. Meine Gesamt-Kilometer in dieser Woche: 58,4
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| 16.02.2011 |
Bis zum vierten Buch wollen die sympathischen Figuren etwas erreichen: Philip und Jack wollen die Kathedrale bauen und Aliena will die Grafschaft ihres Vaters zurückerobern. Im vierten und fünften Buch wendet sich das Schicksal nach und nach zu ihren Gunsten: Die Finanzierung der Kathedrale ist durch die Weinende Madonna gesichert, Jack wird Dombaumeister, Aliena erobert Earlscastle. Die sympathischen Figuren haben nun erreicht, was sie sich über so viele Seiten hinweg wünschten. Trotzdem folgt noch ein sechstes Buch. Welche Ziele haben die sympathischen Figuren jetzt? Antwort: Sie wollen das behalten, was sie sich hart erarbeitet haben. Und Grund zur Sorge besteht, denn die Bösen haben noch lange nicht aufgegeben, sie reiten Angriff auf Angriff: William überfällt Kingsbridge, wirbt die Handwerker aus Kingsbridge ab und will Richard verhaften. Waleran versucht, Philip mit einer Anklage zu zerstören. Fazit: Die Guten müssen ständig fürchten, alles zu verlieren, für das sie so lange gekämpft haben. Die Spannung besteht jetzt in der Frage: Können die Guten den Status quo verteidigen oder können die Bösen das Blatt wieder wenden? Randbemerkung zum Höhepunkt: In der Theorie wird oft davon gesprochen, dass der Höhepunkt eine Revolution sein soll: Die bestehenden Verhältnisse werden auf den Kopf gestellt, was im klassischen Fall bedeutet: Der bisher unterlegene Gute steht als Sieger da, während der bisher überlegene Böse seine gerechte Strafe erhält. In „Die Säulen der Erde“ sehen wir am Ende keine Revolution, sondern die Abwehr einer Revolution: Durch die Verschwörung gegen Thomas Beckett wollen die Bösen eine Umkehrung der Verhältnisse herbeiführen. Obwohl die Ermordung Thomas Becketts gelingt, schlägt die Verschwörung am Ende fehl. Und dieses Mal haben die Bösen den Bogen überspannt - die endgültige Entscheidung ist gefallen.
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| 13.02.2011 |
Ja, ich laufe noch. Über den Winter habe ich es ruhig angehen lassen (na ja, bis auf den Ski-Marathon), aber jetzt komme ich langsam wieder auf Touren. Heute lief ich zum ersten Mal wieder richtig schnell: 6 Kilometer in 23:08 Minuten, also deutlich unter einem Schnitt von 4:00 Min/Km. Ich bin doch überrascht, noch ein wenig Schnelligkeit über den Winter gerettet zu haben. Meine Waden sind das Tempo allerdings nicht mehr gewöhnt. Trotzdem will ich am nächsten Wochenende auch die 10 Kilometer unter 40 Minuten laufen. Das wäre eine gute Ausgangsposition um bis zum Weltkulturerbelauf in Bamberg am 8. Mai (Halbmarathon) noch ordentlich in Form zu kommen.
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| 12.02.2011 | Säulen der Erde: Übersinnliches und Spekulation
Ihre Verwünschungen gehen in Erfüllung: Hamleighs Sohn endet am Galgen, Waleran wird am Ende in Gram und Trauer alt. Und Alfred ist in der Hochzeitsnacht nicht in Bestform. Vor allem Figuren ohne eigene Erzählperspektive bieten Platz für Spekulationen. Neben Ellen wäre da zum Beispiel noch Alfred: Ist er auch außerhalb der Ehe impotent? Dafür spricht, dass man ihn nie mit einer anderen Frau erlebt, allerdings wirkt er nach Ellens Fluch belämmert. Hat ihn also doch der Fluch beeindruckt?
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| 08.02.2011 | Säulen der Erde: Höhepunkte verbinden Im 12. Kapitel passieren zwei einschneidende Ereignisse: Fazit: Beide Höhepunkte erhalten durch die Zusammenführung mit dem jeweils anderen Höhepunkt zusätzliche Dramatik.
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| 05.02.2011 | Säulen der Erde: Der lange Weg von der Problemstellung zur Problemlösung Wenn ein Autor gerade seiner Hauptfigur ein Problem vor die Nase gesetzt hat, darf er dieses Problem nicht sofort lösen. Nein, er muss die Lösung verzögern, sollte das Problem noch vergrößern, ebenso die Gefahr, außerdem sollten die ersten Lösungsversuche scheitern. Im neunten Kapitel steht Philip vor dem Problem, keinen Markt mehr abhalten zu können, bis er die Marktrechte hat. Ohne Markt gibt es kein Geld für die Kathedrale. Also muss er zum König gehen und ihn um die Marktrechte ersuchen. Soweit nicht sonderlich spektakulär. Lässt Ken Follett nun Philip zum König marschieren, jener empfängt ihn und gewährt ihm großzügig die Markrechte? Natürlich nicht. In Lincoln angekommen, hört der König Philip nicht an (Verzögerung). Erst nach einigen quälend langen Tagen des Wartens kommt Bewegung in die Sache. Der König will Philip anhören, aber unter einer Bedingung: Er muss ihm sein Mönchsgewand ausleihen. Derart verkleidet macht sich der König auf einen Rundgang, um die Befestigungen des Gegners zu erkunden. Philip „darf“ ihn auf diesem Rundgang begleiten, allerdings auffällig gekleidet, um die Aufmerksamkeit der gegnerischen Wachen auf sich zu lenken. Philip begibt sich in Lebensgefahr, jeden Moment fürchtet er, von einem Pfeil durchbohrt zu werden. Doch er übersteht es und am Ende des Rundgangs ist sich Philip sicher, als Gegenleistung das Marktrecht zu bekommen. Das Problem steht kurz vor der Lösung, aber es kommt – natürlich – etwas dazwischen: Das feindliche Heer ist vor Lincoln eingetroffen, der König hat keine Zeit mehr für Philip. Und es kommt noch schlimmer: William, der das Marktrecht für Kingsbridge verhindern will, kommt zum König, zusammen mit einem hübschen Gefolge aus kampferprobten Männern. Diese Männer sind kurz vor der Schlacht für den König wichtiger als das Marktrecht für Kingsbridge. Für Philip scheint alles verloren, umsonst hat er sich in Lebensgefahr begeben. Einzige Hoffnung: Der König muss die Schlacht verlieren. Und tatsächlich hat Philip dieses Mal Glück: Der König verliert die Schlacht. Muss Philip also nur noch zur Siegerin, Kaiserin Mathilde, gehen und das Marktrecht beantragen? Nein! Wieder kommt etwas dazwischen: Philip gerät in Gefangenschaft. Wieder scheint alles verloren, doch sein Bruder, der, wie sich herausstellt, für Mathilde arbeitet, rettet ihn. Es kommt schließlich zur Audienz bei der Königin, die ihm das Marktrecht gewährt. Jetzt wird doch das Problem endlich gelöst sein, oder? Nein, immer noch nicht. Denn Mathilde verlangt als Gegenleistung für ihre Großzügigkeit einhundert Pfund – die Philip nicht hat. Schließlich hat Philip den rettenden Einfall: Er leiht sich das Geld von Aliena, indem er ihr die Wollernte des nächsten Jahres verpfändet. Endlich: Das Problem ist gelöst, der Markt kann stattfinden und die Kathedrale weitergebaut werden. Zusammenfassung der Problemlösung:
Fazit: Hat der Autor seiner Hauptfigur ein Problem in den Weg gelegt, muss er sich bezüglich der Lösung des Problems folgende Fragen stellen:
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| 01.02.2011 | Handlung vs. Charakter – eine Zwickmühle für den Autor Angenommen, für den Handlungsfortgang ist es wichtig, dass eine Figur eine bestimmte Handlung vollbringt. Jedoch widerspricht diese Handlung seinem Charakter. Der Autor steckt in einer Zwickmühle: Wie kann er die Handlung schildern, ohne dass seine Figur unglaubwürdig wird? Beispiel: Richards Flucht in der Schlacht bei Lincoln. Ein wesentlicher Charakterzug Richards ist, dass er ein großartiger und tapferer Kämpfer ist, eine Flucht passt da nicht ins Bild. Aber die Seite, für die Richard kämpft, verliert nun einmal die Schlacht (die Schlacht ist eine der historischen Ereignisse in diesem Roman). Wenn Richard weiterleben soll, muss er nun mal fliehen. Follett ist also gezwungen, Richard fliehen zu lassen. Zurück zur Frage: Wie schildert Follett die Handlung, ohne dass seine Figur unglaubwürdig wird? Antwort: Überhaupt nicht. Er breitet das Mäntelchen des Schweigens über die Flucht (im Gegensatz zu Williams Flucht, denn hier passt die Tat zum Charakter): Über viele Kapitel hinweg ist Richards Schicksal in der Schlacht von Lincoln ungewiss, man weiß nicht, ob er die Schlacht überlebt hat, bis er eines Tages nach Kingsbridge kommt. Die Schlacht von Lincoln wird mit keinem Wort mehr erwähnt. Klingt nach Verlegenheitslösung – und vielleicht ist sie es auch. Aber sie gelingt in diesem Fall, denn den allermeisten Lesern wird sie nicht auffallen. Vor allem, weil Richard nur eine Nebenfigur ist: Gleich nach der Schlacht von Lincoln muss der Leser mit der Hauptfigur Philip zittern, der in Gefangenschaft gerät. Wer denkt da noch an eine Nebenfigur? Fazit: Grundsätzlich müssen Handlungen, die einem Charakter zuwiderlaufen, natürlich vermieden werden! Dies gilt insbesondere für Hauptfiguren. Bei Nebenfiguren kann in unvermeidbaren Einzelfällen von diesem Grundsatz abgewichen werden – wenn man es so geschickt anstellt wie Ken Follett.
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| 29.01.2011 | Säulen der Erde: Wie zeigt man Liebe? Sie verzehrte sich nach ihm. Er schmachtete sie an. Sie war für ihn das Ein und Alles. Zeigen diese Sätze Liebe? Nein, sie behaupten sie nur. Besser ist es, Liebe anschaulich zu zeigen, hier zwei Beispiele:
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| 26.01.2011 | Säulen der Erde: Die Regeln der Liebesgeschichte Was braucht eine Liebesgeschichte? Wie muss sie aufgebaut sein? Die Liebesgeschichte zwischen Jack und Aliena bietet Anhaltspunkte:
Wer wünschte diesen Figuren keine glückliche Liebe?
Das Wiedersehen von Jack und Aliena in Paris gehört zu den emotionalen Höhepunkten des Romans. Dieser Höhepunkt wird jedoch erst durch die Hindernisse und Rückschläge zuvor richtig groß und emotional: Ihre Liebe hat zahlreiche, eigentlich unüberwindliche Hindernisse überwunden und viele Rückschläge weggesteckt, die Leser haben hunderte Seiten mit ihnen mitgelitten. Das Thema "Liebesgeschichte" ist mit diesem Beitrag noch nicht erschöpft: Fortsetzung folgt.
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| 22.01.2011 |
Wir lernten es schon für den Schulaufsatz: Wiederholungen müssen vermieden werden. In meinen Texten stoße ich manchmal auf Stellen mit besonders vielen „aber“. Ersetze ich hier nun einige „aber“ durch „doch“, habe ich zwar das Problem mit den Wortwiederholungen entschärft, aber das Problem des immergleichen Satzaufbaus bleibt. Wie kann ich dieses Problem lösen? Kleine Vorüberlegung: Was ist eigentlich die Funktion von „aber“ und „doch“? Sie leiten Hauptsätze ein, die im Gegensatz zum vorherigen Hauptsatz stehen: Ich wollte Schuhe kaufen, aber sie hatten meine Größe nicht. Als ich wieder einmal vor ein paar „aber“ und „doch“ saß, fiel mir auf, dass einige „aber“ und „doch“ keinen strengen Gegensatz zum vorherigen Satz bezeichneten, sondern nur eine Einschränkung: Er machte sich nicht viel aus dem Glauben. Aber er hatte von seiner Mutter gelernt, diese Skepsis zu verstecken. Der zweite Satz ist hier kein Gegensatz, schließlich ändert die Tatsache, dass er seine Skepsis versteckt, nichts daran, dass er sich nicht viel aus dem Glauben macht. Bei derartigen Einschränkungen zum vorher Geschriebenen sind andere Konjunktionen möglich: trotzdem, dennoch, allerdings, indessen, dessen ungeachtet, gleichwohl, immerhin, sowieso, nichtsdestotrotz. Im Beispielsatz kann also das „aber“ durch „gleichwohl“ ersetzt werden. Zusätzlich müssen das Subjekt (er) und das finite Verb (hatte) vertauscht werden, womit auch für ein wenig Abwechslung beim Aufbau der Sätze gesorgt wäre: Er machte sich nicht viel aus dem Glauben. Gleichwohl hatte er von seiner Mutter gelernt, diese Skepsis zu verstecken. Die oben beschriebene Lösung ist natürlich nur ein Weg von vielen. Weitere Möglichkeiten sind: Den Text an sich anders aufbauen oder die Konjunktion einfach weglassen, vor allem wenn sich der Leser denken kann, dass ein Gegensatz vorliegt: Also statt „Ich kam, aber du gingst.“ schreiben: „Ich kam. Du gingst“.
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| 19.01.2011 | Archiv 2010 Meine Beiträge aus dem Jahr 2010 habe ich in das Archiv verschoben: Hier geht's zum Nachrichten-Archiv 2010
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| 18.01.2011 | Was „Die Säulen der Erde“ und das „Wunder von Bern“ gemeinsam haben Eine spannende Handlung ergibt sich nur, wenn zwei gleichwertige Gegner miteinander ringen. Ist einer der Kontrahenten haushoch überlegen, ist der Konflikt schnell entschieden. Aber sind die Gegner in den „Säulen der Erde“ überhaupt auf einer Augenhöhe? Nur die reine Macht betrachtet, sind die „Bösen“ klar im Vorteil: Auf der einen Seite steht Graf William mit seinen Rittern und Schlachtrössern, also militärischer Macht, dazu noch Bischof Waleran mit seinen Verbindungen zu den höchsten Kreisen. Auf der anderen Seite steht das kleine, stets am Rand des finanziellen Ruins lavierende Kloster. Die Karten in diesem Spiel sind also eindeutig zugunsten der „Bösen“ verteilt. Aber irgendwie gelingt es den „Guten“, diesen Nachteil wieder wettzumachen: Mit Raffinesse, Geschäftssinn, Klugheit und Talent stellen Philip, Aliena, Jack und Tom immer wieder den Ausgleich her, bis sie am Ende sogar das Siegtor erzielen. Die Parallele zum Fußball drängt sich auf: Neutrale Zuschauer neigen hier meistens auf die Seite des Außenseiters, also der Mannschaft, die auf dem Papier unterlegen ist. Diese Mannschaft muss irgendwie versuchen, ihren Nachteil wettzumachen, zum Beispiel durch Kampf oder ausgefeilte Taktik. Wenn schließlich der Abstiegskandidat den Meister schlägt, ist die Begeisterung größer als im umgekehrten Fall. Und was ist mit den Fans eines Vereins? Wann ist ihr Jubel größer? Nach einem Pflichtsieg oder nach einem Sieg über einen großen, eigentlich übermächtigen Gegner? Natürlich nach letzterem. Kein Wunder also, dass der legendärste Sieg der deutschen Fußballgeschichte ein Sieg gegen einen scheinbar weit überlegenen Gegner war: Das Finale der WM 1954 gegen Ungarn, auch bekannt als das „Wunder von Bern”. Und so freuen wir uns auch am Ende von den „Säulen der Erde“ nicht nur über einen Pflichtsieg der „Guten“ über die „Bösen“, sondern über einen grandiosen, lange Zeit für unmöglich gehaltenen Sieg von Jack, Aliena und Philip. Man sieht: Die Methoden der Sympathie- und Spannungserzeugung gleichen sich, im Roman findet man die gleichen Methoden wie im Fußball und in „Wetten dass …?“ (siehe meinen Beitrag vom 24.10.2010). |
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| 10.01.2011 | Der Wasserfall ergießt sein im Sonnenlicht funkelndes Wasser in einen moosumrandeten Teich. Im Beispielssatz wird zwei Mal die Präposition „in“ verwendet: Einmal bei „im Sonnenlicht“ (mit „dem“ verschmolzen zu „im“), einmal bei „in einen moosumrandeten Teich“. „In“ ist eine Präposition. Eine Präposition fordert immer einen bestimmten Kasus. So fordert zum Beispiel „wegen“ immer den Kasus Genitiv (Ich konnte nicht kommen wegen des Schienbeinbruchs.). Bei einigen Präpositionen sind allerdings mehrere Kasus möglich – zu diesen Präpositionen gehört auch „in“, wie im Beispielssatz zu sehen ist: Dem ersten „in“ folgt der Dativ (dem Sonnenlicht), dem zweiten „in“ der Akkusativ (einen moosumrandeten Teich). Wann muss man nun welchen Kasus verwenden? Antwort: „In“ fordert den Dativ, wenn ein statischer Zustand beschrieben wird (Wo funkelt das Wasser? Im Sonnenlicht), der Akkusativ dagegen wird verwendet bei dynamischen Bewegungen in eine bestimmte Richtung (Wohin ergießt sich das Wasser? In den moosumrandeten Teich). Bei vielen weiteren Präpositionen verhält es sich analog zu „in“: an, auf, hinter, in, neben, über, unter, vor, zwischen. Wer es noch genauer wissen will: Auf dieser Seite werden die Wechselpräpositionen aufgezählt und erläutert: Wortgrammatik auf canoo.net
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| 06.01.2011 | Säulen der Erde: Kleine Konflikte für viele Szenen
„Die Säulen der Erde“ besteht also nicht nur aus den Konflikten zwischen den „guten“ und den „bösen“ Figuren, sondern es gibt auch Konflikte zwischen eigentlich verbündeten Figuren.
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| 03.01.2011 | Ski-Marathon
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