|
||||||||
Saison 2008/2009 Ein miserabler Start, ein Trainerwechsel, die totale Umkrempelung und Verjüngung der Mannschaft, eine phänomenale Rückrunde mit nur zwei Niederlagen, gekrönt von der siegreichen Relegation - alles in allem also eine typische Club-Saison. Weiter so! |
||
Anti Areva Die Freude über den Aufstieg wird - zumindest bei mir - immer noch getrübt vom Trikotsponsor Areva. Hier ein paar Berichte über dieses Unternehmen: Dieser Konzern baut Atomkraftwerke. Und zwar nicht nur in Deutschland, sondern auf der ganzen Welt, auch in Ex(?)-Terrorstaaten wie Libyen: SPIEGEL-Artikel. Darüber hinaus baut Areva Uran ab, u. a. im Niger. Was dies für Auswirkungen auf die Menschen dort hat, wird hier beschrieben: Public Eye Global Award, Uranabbau im Niger. In Frankreich hat dieses Unternehmen seinen Atommüll in Steinbrüche, Seen und auf Felder gekippt: Artikel aus der Nürnberger Zeitung. Wenn man sieht, wie rücksichtslos Areva schon in Frankreich arbeitet, kann man sich ausmalen, wie sie in der Dritten Welt mit ihren Rückständen umgehen. Immerhin hat Areva ein Endlager gefunden: Einen Parkplatz in Sibirien. Ein Areva-Sprecher erklärt dazu: Wir handeln lediglich im Auftrag von EDF. Die Verschickung von Nuklearmaterial nach Sibirien wird jetzt in Frankreich "untersucht": SPIEGEL: Pariser Regierung untersucht Atom-Transporte nach Sibirien. Areva behauptet, Nuklearenergie sei eine erneuerbare Energie. Dieses Behauptung wird durch die Lagerung dieser großen Mengen Atommüll in Sibirien widerlegt. Aber nicht nur Sibirien wird als Endlager genutzt. Auch in den Ärmelkanal wird radioaktives Abwasser geleitet (aus Wikipedia, Artikel "Radioaktiver Abfall"): Die von Areva betriebene Wiederaufbereitungsanlage La Hague spült über ein viereinhalb Kilometer langes Rohr täglich 400 Kubikmeter radioaktives Abwasser in den Ärmelkanal. Dieser Vorgang ist legal, da nur das Versenken von Fässern mit Atommüll im Meer verboten ist, die direkte Einleitung hingegen nicht: Und ständig wächst der Abfallberg. In einer französischen Studie von 1997 wurde der Zusammenhang zwischen den radioaktiven Einleitungen und einer erhöhten Blutkrebsrate bei Kindern und Jugendlichen nachgewiesen. Im Vergleich zum Landesdurchschnitt ist die Blutkrebsrate innerhalb eines Umkreises von 10 Kilometern um die Anlagen in La Hague um den Faktor drei erhöht: Studie über die Verseuchung in La Hague. In Finnland baut Areva ein neues Atomkraftwerk. Wenn das Thema nicht so ernst wäre, könnte man sich über die Stümperei auf der Baustelle beinahe amüsieren: Die Areva-Schlamperei Hier ein paar Auszüge aus dem SPIEGEL-Artikel: Außerdem wird der Bau mindestens 2,3 Milliarden Euro teurer als geplant. Die Rückstellungen für den erwarteten Verlust fressen fast den gesamten Konzerngewinn von Areva auf.
|
||
| Liebeserklärung | ||
![]() |
||
Über niemand sonst habe ich in meinem Leben öfter geflucht als über den Club – manchen auch unter dem Namen 1. FC Nürnberg bekannt. Gerade an dieser Tatsache erkennt man, wie sehr mir dieser Verein am Herzen liegt: Wäre mir sein Schicksal egal, würde ich mich nicht über ihn ärgern. Und so bin und bleibe ich Clubberer – für immer! Fünf miterlebte Abstiege konnten an dieser Einstellung nichts ändern und die Abstiege, die noch kommen, werden mir diese Leidenschaft genau so wenig austreiben können. Aber es gab ja nicht nur Abstiege, sondern auch Aufstiege: Wir sind immer wiedergekommen – den Club kriegt keiner so schnell tot! |
||
![]() |
||
Man beachte: So kurz nach dem Club-Sieg sind sogar die Augen rot. Ankunft an der Siegessäule: |
||
![]() |
||
Auch in schlechten Zeiten zu seinem Verein zu stehen, ist nicht immer einfach. Man muss sich – auch bei Läufen – einige Schmährufe gefallen lassen, ab und an bekomme ich auch Tiernamen zu hören. Nur wer diese Zeiten erlebt, kann die Triumphe in vollen Zügen genießen: Den Pokalsieg ebenso wie die anschließenden Uefa-Cup-Fahrten nach St. Petersburg und Lissabon. Auch wenn ich in letzter Zeit wegen meiner Lauferei und meiner Schreiberei nicht mehr so oft im Stadion anzutreffen bin, gilt trotzdem für immer: Mögen die Wege noch so steinig sein, für mich da gibt es nur einen Verein! |